Jeder hat das sicher schon einmal erlebt. Man möchte ein Zimmer buchen oder hat eine Frage, aber die Rezeption ist nicht mehr besetzt oder niemand geht ans Telefon.Im „Nanis“ gehört dies jetzt der Vergangenheit an. In den 1970er Jahren kam der Großvater von Pantelis Nanis nach Steinhude. Eröffnete das „Samos“ und später auch das Restaurant „Nanis“. Als Pantelis Nanis das Restaurant zusammen mit seinem Bruder übernahm, war beiden klar, dass sie daraus einen Hotelbetrieb machen würden. Ein erfolgreicher Weg. Heute haben sie neben den Hotelzimmern auch noch Ferienwohnungen im Angebot. In puncto EDV, WLAN oder auch Tools liegt alles in den Händen von Pantelis Nanis. Schon früh hat er sich für alles interessiert, was mit diesem Bereich zu tun hatte.
Als es vor einigen Jahren richtig los ging mit der Künstlichen Intelligenz (KI) war er sofort dabei. Schnell hat er erkannt, dass KI eine wertvolle und ergänzende Hilfe im Hotelbetrieb sein kann. Zunächst folgten aber einige Fortbildungen, die über die Region Hannover beziehungsweise den Stifterverband kostenlos waren. Danach folgte noch eine Teilnahme bei „Havard online“, die er mit einem Zertifikat abschloss. Wie in vielen Hotels ist auch im „Nanis“ die Rezeption nicht 24 Stunden besetzt. Hier unterstützt die KI. Ruft man außerhalb der Öffnungszeiten an, schaltet sich der KI-Assistent ein. Nimmt Buchungswünsche entgegen, beantwortet Fragen. Das geschieht auch, wenn an der Rezeption viel los ist. Im Falle einer Buchung erhält der Gast nur eine Buchungszusage von der KI und anschließend einen Buchungslink per Email, WhatsAPP oder SMS. Erst dann erfolgt eine Buchung. So können Fehler vermieden werden.
Bei aller Faszination für diese Technik, so betont Pantelis Nanis auch, ist eine KI weder fehlerlos noch kann sie denken. Wie gut die KI arbeitet erkennt er am Transkript, dass er von jedem Gespräch der KI erhält. Treten Fehler auf, kann er so nachbessern. Das Transkript muss nach einiger Zeit wieder vernichtet werden. Pantelis Nanis betont aber auch, dass er keine KI entwickelt. Er nutzt vorhandene Dienste, die er für seine Bedürfnisse zusammenstellt. Ein Hobby, das ein zweites Standbein werden soll. Dafür hat er mittlerweile eine eigene Firma gegründet.