Auch 2026 werden wieder verschiedene Künstler ihre Werke in der Kunstscheune im Scheunenviertel ausstellen. Den Auftakt machen die Künstlerinnen Cosima Weidenbach und Beate Sperling. Beide kennen sich zwar seit vielen Jahren, haben aber noch nie gemeinsam ihre Bilder ausgestellt. Außerdem sind die Werke beider Künstlerinnen zum ersten Mal in der Kunstscheune zu sehen. Somit darf man sich auf eine doppelte Premiere freuen.
Beide Künstlerinnen haben seit ihrer Kindheit großes Interesse am Malen und auch an kreativen Tätigkeiten gezeigt, wie sie auf Nachfrage übereinstimmend verraten. Einen direkten Weg in Richtung Kunst schlug dann aber zunächst nur Sperling ein. „Nachdem meine Kinder aus dem Gröbsten heraus waren, begann ich, mich intensiv der Malerei mit Acrylfarben zu widmen“, so Sperling. Seit 2009 experimentierte sie als Autodidaktin mit vielfältigen Techniken und Materialien wie Ölkreide, Ink und selbst bedruckte Collagepapiere. 2023 folgte ein Online-Kunststudium „Masterclass“ bei Insa Hoffmann zur weiteren Professionalisierung sowohl ihres Wissens als auch ihrer Ausdrucksformen.
Ganz anders verlief der Weg bei Weidenbach. Sie absolvierte zunächst eine Ausbildung zur chemisch-technischen Assistentin (CTA) und studierte dann noch physische Technik. Trotzdem riss der Faden zur Kunst und zum kreativen Arbeiten nie ab. So absolvierte Weidenbach immer wieder Kurse an der Volkshochschule in verschiedenen kreativen Techniken. „Der Jahreslehrgang bildende Kunst an der VHS in Weingarten hat meine künstlerische Ader dann vollständig freigelegt“, wie Weidenbach näher ausführt. Egal, ob Radierung, Drucktechnik oder Aktzeichnen, sie fand alles sehr spannend und herausfordernd. An der Kunstakademie im Allgäu hat sie dann noch Airbrush, Kleinplastik, Holzschnitzerei und Wachsschichtung kennengelernt.
Weidenbach experimentiert gerne und mischt verschiedene Techniken, so dass interessante Strukturen entstehen. Dabei hat sie keinen Themenschwerpunkt. „Ich male quasi was mir über den Weg läuft oder was mein Kopf an Gesehenem kombiniert“, so Weidenbach über ihre Arbeiten. Sperling lässt sich in ihren Arbeiten von der Schönheit der Schöpfung inspirieren. Dabei erzählt sie von Orten und Emotionen der Ruhe, der Freude und der inneren Weite. Wichtig ist ihr dabei, den Blick auf die kleinen, feinen Zwischentöne zu richten. Dabei entstehen überwiegend abstrakte und vielschichtige Werke, die oft floral sind. Für die Ausstellung in Steinhude hat sie entsprechend der hiesigen Landschaft einige Birkenbilder und Fischmotive ausgewählt. Weidenbach fasst Bilder für eine Ausstellung gerne thematisch zusammen. Und so hat sie für die Kunstscheune Bilder ausgewählt, die einen Moment der Freude widerspiegeln.
Die Vernissage findet am Samstag, 3. Januar, um 15 Uhr statt. Die Ausstellung ist Samstag, Sonntag und feiertags jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt frei.