Farbenspiel mit Emotionen | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Farbenspiel mit Emotionen

Stellt in der Kunstscheune aus: Ekaterina Gritchina. (Foto: wb)
Stellt in der Kunstscheune aus: Ekaterina Gritchina. (Foto: wb)
Stellt in der Kunstscheune aus: Ekaterina Gritchina. (Foto: wb)
Stellt in der Kunstscheune aus: Ekaterina Gritchina. (Foto: wb)
Stellt in der Kunstscheune aus: Ekaterina Gritchina. (Foto: wb)

Bis zum 30. August wird in der Kunstscheune die Ausstellung „The sound of colour“ mit Werken von Ekaterina Gritchina gezeigt. Gritchina stammt aus Russland. 2023 kam sie nach Deutschland und widmet sich seitdem hauptberuflich der Malerei. In der Kunstscheune stellt sie zum ersten Mal aus.

Wege zur Kunst

Gritchina wurde in Russland geboren, wo sie alles als grau empfand. Ein Grund für sie, mit der Malerei in ausdrucksstarken Farben anzufangen. Früh erkannten ihre Eltern ihre Begabung und förderten sie. Nach einer Ausbildung besuchte sie eine Begabtenschule und absolvierte danach ein Studium. Da ihr der angestrebte Lehrstuhl verwehrt blieb, arbeitete sie zunächst anderweitig. Die Malerei blieb ein Hobby bis sie ihren heutigen Ehemann Martin Habel traf.

Ihre Werke

Ihre Werke leben von intensiven Farben und starken Emotionen. Emotionen, die auch der Betrachter mit jeder Faser spürt. Ihre Motive reichen vom Karneval in Venedig über ausdrucksstarke Tierbilder bis zu Milieustudien in Paris. Dabei ist sie oft kritischer als ihr Mann, wie die Künstlerin verrät. So kann man in der Ausstellung die vierte Version einer Tänzerin bewundern. Erst als das Gesicht den perfekten Ausdruck widerspiegelte, war Gritchina zufrieden. Neben Tanz sind für die aber auch tiefe Gefühle wie Liebe oder Spaß wichtig. Auch Traurigkeit ist ein tiefes Gefühl, das sie auf Leinwand gebannt hat. So stellt sie das Bild eines weinenden Clowns aus, das beim Betrachter mehr Interesse weckt als der ebenfalls vorhandene lachende Clown. Grundlage ihrer Arbeiten sind Eindrücke von ihren Reisen, die sie als Foto festhält. Später nutzt sie diese als Grundlage für ihre Arbeiten. Dabei kommt es vor, dass sie schon mal mehrere Fotos miteinander kombiniert. Aktuell malt Gritchina mit Öl auf Leinwand. Nach der Ausstellung will sie sich weiterentwickeln und verstärkt der Acrylmalerei widmen. Ihr Ziel ist es zusätzlich für Bühnen zu arbeiten. Erste Erfahrungen konnte sie bereits in Russland machen.

Ausstellung

Rund 170 Werke hat sie mit nach Steinhude gebracht. Ziel ist es, die Arbeiten immer mal wieder auszutauschen, so dass die Ausstellung lebendig bleibt. Im vergangenen Jahr war Gritchina zum ersten Mal in Steinhude. Heute zeigt sie Arbeiten, die ihre damals gesammelten Eindrücke widerspiegeln. Manche Bilde sind auch ein Puzzle wie das fünfteilige Werk einer Frau mit roten Schuhen. Alle Bilder können käuflich erworben werden. Es gibt auch kleinere Werke, die als Souvenir gedacht sind.

Auf einen Blick

Gezeigt wird die Ausstellung bis zum 30. August. Die Vernissage findet am Freitag, 7. August um 17 Uhr statt. Geöffnet ist die Ausstellung mittwochs bis freitags jeweils von 14 bis 17 Uhr, samstags und sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr. Eintritt frei.


    Verena Walter-Bockhorn (wb)
    Verena Walter-Bockhorn (wb)
    Freie Journalistin
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