Ja, es soll nun Schluss sein mit den „Mesmeroder Geschichten“, die Friederike Kosok auf dem „schönsten Schützenfest der Welt“ zum Besten gab. Auch dieses Mal wurde der eine oder andere Bürger oder Baumaßnahmen im Dorf von Friederike Kosok unter die Lupe genommen. So kam auch die Mehrzweckhalle dran. Jahrzehnte habe sie im Mittelpunkt des Dorfgeschehens gestanden, doch fast zwei Jahre lang wurde sie nicht von innen gesehen. Nun sei sie fertig, Sportler hätten sie schon für sich gefunden. „Ich glaube, Feiern wird es dort wohl kaum noch geben, schade, es wird was fehlen in unserem dörflichen Leben“, so die Erzählerin.
Kosok widmete sich wie immer ausführlich den Majestäten. Doch der Schluss ihrer Geschichten war dieses Mal ein ganz anderer. „Wenn ich hier meine Zeilen beende, komme ich endgültig zum Ende. Mit zunehmendem Alter plagt so manches Zipperlein und ich bin ehrlich, manchmal fällt mir auch nichts mehr ein. 25-mal stand ich hier und ihr habt mir zugehört, ich war glücklich, nie hat sich jemand empört. Es ist dieses Mal ein Abschied für immer.“ Großen Applaus erhielt Friederike Kosok von den Besuchern des Katerfrühstückes am Sonntag, bei dem die Geschichten aus Mesmerode immer vorgetragen wurden.