Mehr als nur Baggern | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Mehr als nur Baggern

Wortmeldung: Die Linke Wunstorf sieht die öffentliche Debatte um das Steinhuder Meer zu stark auf die Entschlammung fokussiert. (Foto: tau, Bildmontage)
Wortmeldung: Die Linke Wunstorf sieht die öffentliche Debatte um das Steinhuder Meer zu stark auf die Entschlammung fokussiert. (Foto: tau, Bildmontage)
Wortmeldung: Die Linke Wunstorf sieht die öffentliche Debatte um das Steinhuder Meer zu stark auf die Entschlammung fokussiert. (Foto: tau, Bildmontage)
Wortmeldung: Die Linke Wunstorf sieht die öffentliche Debatte um das Steinhuder Meer zu stark auf die Entschlammung fokussiert. (Foto: tau, Bildmontage)
Wortmeldung: Die Linke Wunstorf sieht die öffentliche Debatte um das Steinhuder Meer zu stark auf die Entschlammung fokussiert. (Foto: tau, Bildmontage)

Die Linke Wunstorf sieht die öffentliche Diskussion über die Zukunft des Steinhuder Meeres zu stark auf die Entschlammung konzentriert. Der nun vorliegende Seeentwicklungsplan Teil 2 zeige, dass aus Sicht der Fachleute andere Maßnahmen Vorrang haben. Nach Angaben der Partei vermitteln politische Debatten und die Berichterstattung häufig den Eindruck, die Entschlammung sei der entscheidende Schlüssel zur Rettung des Sees. Der Seeentwicklungsplan komme jedoch zu einem anderen Ergebnis. „Wer den Plan liest, erkennt schnell: Die wichtigste Aufgabe ist nicht das Ausbaggern des Schlamms, sondern dafür zu sorgen, dass überhaupt weniger neuer Schlamm entsteht“, sagt Volker Napp, Sprecher der Linken Wunstorf.


Wer den Plan liest, erkennt schnell: Die wichtigste Aufgabe ist nicht das Ausbaggern des Schlamms, sondern dafür zu sorgen, dass überhaupt weniger neuer Schlamm entsteht.
Wer den Plan liest, erkennt schnell: Die wichtigste Aufgabe ist nicht das Ausbaggern des Schlamms, sondern dafür zu sorgen, dass überhaupt weniger neuer Schlamm entsteht.

Wer den Plan liest, erkennt schnell: Die wichtigste Aufgabe ist nicht das Ausbaggern des Schlamms, sondern dafür zu sorgen, dass überhaupt weniger neuer Schlamm entsteht.


Im Seeentwicklungsplan stehe zunächst die Verringerung der Nährstoffeinträge in das Steinhuder Meer im Mittelpunkt. Als weitere Schwerpunkte würden ein verbessertes Wassermanagement, ein größerer Wasserrückhalt und eine bessere Steuerung des Wasserhaushalts genannt. Die gezielte Entschlammung folge erst danach, so Napp. Die Linke unterstützt zwar die Entschlammung, hält jedoch eine ausschließliche Konzentration auf diese Maßnahme für nicht ausreichend. „Natürlich brauchen wir Entschlammung. Aber wer nur den Schlamm entfernt und die Ursachen ignoriert, wird Jahr für Jahr vor demselben Problem stehen. Das ist weder ökologisch sinnvoll noch ein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeld“, erklärt Napp.

Die Partei fordert deshalb, dass die Stadt Wunstorf vorhandene Handlungsmöglichkeiten stärker nutzt. Genannt werden unter anderem ein besserer Rückhalt von Regenwasser, Verbesserungen an belasteten Zuflüssen sowie die weitere Verringerung von Nährstoffeinträgen aus kommunalen Bereichen. Auch Entsiegelungsmaßnahmen und eine klimaangepasste Stadtplanung gehörten aus Sicht der Linken dazu. „Das Steinhuder Meer braucht keine Symbolpolitik. Die Zukunft unseres Sees entscheidet sich nicht allein im Bagger, sondern beim Schutz von Wasser, Natur und Klima. Genau diesen Weg zeigt der Seeentwicklungsplan auf – und diesen Weg sollten wir jetzt gemeinsam gehen“, so Napp.


André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)
Freiberuflicher Journalist
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