In einem besonderen Gottesdienst verabschiedete die Bokeloher Kirchengemeinde Pastorin Susanne von Stemm. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Projektchor begleitet. Sieben Jahre lang war die Pastorin in der Gemeinde tätig, der Ort habe immer ein offenes Ohr gehabt. „Vereine und die Grundschule zeigten Interesse daran, mit mir zu arbeiten“, sagte von Stemm unserer Zeitung. Die Kirche sei hier wahrgenommen und immer freundlich aufgenommen. Schlechte Erfahrungen habe sie nicht gemacht, das sei ja schon etwas Besonderes gewesen.
Ab dem 1. Februar wird Susanne von Stemm in den Kirchenkreis Verden in Westen (Gemeinde Dörverden) mit einer halben Stelle tätig sein. Es sei ein kleines romantisches Dorf, die Pastorin verglich es mit einem Dorf in der Fernsehserie Barnaby. Darüber hinaus übernimmt die Seelsorgerin eine Viertelstelle als Krankenhauspastorin in der Aller-Weser-Klinik Verden. In Bokeloh werde es eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger geben. „Heute müssen wir uns leider auf Ihren eigenen Wunsch von Ihnen verabschieden“, sagte die Vorsitzende der Kirchengemeinde Bokeloh, Gisela Thisius. Die Zeit im Kirchenvorstand sei voller Gespräche, gemeinsamen Entscheidungen und gegenseitigem Vertrauen geprägt gewesen.
„Sie haben sich nicht nur in der Gemeinde engagiert, sondern haben auch darüber hinaus den Kontakt mit den örtlichen Vereinen gesucht, Brücken zur Ökumene und anderen Gemeinden gebaut und sich eingebracht, wo sie gebraucht wurden“, so Thisius. Mit ihrer offenen warmherzigen Art habe die Pastorin viele Herzen nicht nur in den Gottesdiensten erreicht. „Wir sagen danke für alles, was Sie für uns und unsere Gemeinde getan haben“, sagte die Vorsitzende des Kirchenvorstandes. Danke sagte auch Kirsten Gutleben von der Kirchengemeinde Idensen-Mesmerode. Sie sei als Lektorin von der Pastorin begleitet worden, Susanne von Stemm habe die Herzen der Gemeinde erreicht. Viel Raum habe sie den Kindern und Jugendlichen sowie den Konfirmanden gegeben.