Hohe Auszeichnungen zum Abschied | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Hohe Auszeichnungen zum Abschied

Auf dem Vorplatz des Sägewerk in Lauenau fand für den Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote ein großer Zapfenstreich statt, neben ihn auf dem Podest seine Frau Bärbel Grote und sein Nachfolger Joachim Muth (Foto: wk)
Auf dem Vorplatz des Sägewerk in Lauenau fand für den Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote ein großer Zapfenstreich statt, neben ihn auf dem Podest seine Frau Bärbel Grote und sein Nachfolger Joachim Muth (Foto: wk)
Auf dem Vorplatz des Sägewerk in Lauenau fand für den Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote ein großer Zapfenstreich statt, neben ihn auf dem Podest seine Frau Bärbel Grote und sein Nachfolger Joachim Muth (Foto: wk)
Auf dem Vorplatz des Sägewerk in Lauenau fand für den Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote ein großer Zapfenstreich statt, neben ihn auf dem Podest seine Frau Bärbel Grote und sein Nachfolger Joachim Muth (Foto: wk)
Auf dem Vorplatz des Sägewerk in Lauenau fand für den Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote ein großer Zapfenstreich statt, neben ihn auf dem Podest seine Frau Bärbel Grote und sein Nachfolger Joachim Muth (Foto: wk)

Fackelschein, Marschmusik und ein Moment spürbarer Dankbarkeit: Mit einem feierlichen Zapfenstreich ist der langjährige Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote verabschiedet worden. Gleichzeitig wurde Joachim Muth offiziell in sein neues Amt eingeführt. Der Abend stand ganz im Zeichen des Generationswechsels und der Würdigung von 22 Jahren Verantwortung an der Spitze der Kreisfeuerwehr im Landkreis Schaumburg.

Verlässlicher Partner

Landrat Jörg Farr erinnerte in seiner Ansprache an die prägenden Jahre unter Grotes Führung. Er habe die Kreisfeuerwehr nicht nur organisatorisch weiterentwickelt, sondern auch als verlässlicher Ansprechpartner zwischen Ehrenamt, Politik und Verwaltung gewirkt. „Du warst immer erreichbar, immer lösungsorientiert und hast die Dinge zusammengeführt“, so Farr. Besonders in anspruchsvollen Lagen habe sich diese ruhige und strukturierte Art bewährt.
Unter Grotes Leitung wurden Ausbildungsstrukturen modernisiert, neue Einheiten aufgebaut und die Nachwuchsarbeit gestärkt. Gleichzeitig habe er stets den Teamgedanken in den Mittelpunkt gestellt. Feuerwehr sei kein Einzelprojekt, sondern Gemeinschaft, dieses Verständnis habe seine Amtszeit geprägt.
Für seine außergewöhnlichen Verdienste erhielt Grote das Feuerwehrehrenzeichen „Am Bande“ in Gold, die höchste Auszeichnung des Landes Niedersachsen für Feuerwehrkräfte. Landesbranddirektor Dieter Rohrberg würdigte damit Leistungen, die weit über die Landesebene hinausstrahlen. Zusätzlich überreichte der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Karl-Heinz Banse, die goldene Ehrennadel des DFV. Weitere Aufmerksamkeiten aus Politik, Feuerwehr und weiteren Mitgliedern der Blaulichtfamilie unterstrichen die große Wertschätzung.

Videobotschaft von Minister Boris Pistorius

Auch auf Bundesebene fand Grotes Wirken Anerkennung. Per aufgezeichneter Videobotschaft wandte sich Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius an Grote, „Dein Engagement auf Landesebene hat Spuren hinterlassen“. In seiner Zeit als Niedersächsischer Innenminister habe Pistorius zudem oft mit dem Vizepräsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Grote Kontakt gehabt, „die Zusammenarbeit mit dir habe ich als ausgezeichnet in Erinnerung.“
Und auch der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen, Olaf Kapke, sprach von einer Persönlichkeit, die „über Jahre hinweg Impulse für die Feuerwehren im ganzen Land gesetzt“ habe.

Regierungsbrandmeister a.D. Rolf-Dieter Röttger machte Grote auf humoristische, jedoch auch mit einer klaren Botschaft deutlich, dass nun „dein Melder nicht mehr klingelt“ und „das Feuer brennt jetzt ohne Dich“, allerdings gab er zu, „Erstens, gibt es ein Leben nach der Feuerwehr, zweitens, gibt es aber kein Leben ohne die Feuerwehr.“
Sichtlich bewegt bedankte sich Grote bei Weggefährten, Führungskräften und Einsatzkräften. Sein besonderer Dank galt seiner Familie, die ihm in den vielen Jahren den Rücken freigehalten habe. Über sein Wirken sagte er, „Dieses Amt war für mich nicht nur Funktion oder ein Titel, für mich war es Berufung“. Er trug Verantwortung und setzte Vertrauen in die Feuerwehren und die Gemeinschaft.

Neuer Kreisbrandmeister

Mit Joachim Muth übernimmt nun ein Nachfolger, der die Kreisfeuerwehr in eine Zeit neuer Herausforderungen führt. Technische Entwicklungen, steigende Anforderungen im Katastrophenschutz und die Sicherung des Ehrenamts werden zentrale Themen sein.
Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie eng Tradition und Zukunft bei der Feuerwehr verbunden sind. Während Klaus-Peter Grote mit großem Respekt verabschiedet wurde, begann zugleich ein neues Kapitel, mit dem Ziel, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis auch künftig verlässlich zu gewährleisten.

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