Pavel steht in den Startlöchern | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Pavel steht in den Startlöchern

Hat es geschafft: Martin Pavel ist Wunstorfs neuer Bürgermeister.  (Foto: tau)
Hat es geschafft: Martin Pavel ist Wunstorfs neuer Bürgermeister. (Foto: tau)
Hat es geschafft: Martin Pavel ist Wunstorfs neuer Bürgermeister. (Foto: tau)
Hat es geschafft: Martin Pavel ist Wunstorfs neuer Bürgermeister. (Foto: tau)
Hat es geschafft: Martin Pavel ist Wunstorfs neuer Bürgermeister. (Foto: tau)

Der neue Bürgermeister Martin Pavel tritt sein Amt offiziell am 1. November an. Da dieser Termin auf einen Sonntag fällt, beginnt sein erster Arbeitstag im Rathaus am Montag, den 2. November. Für die kommenden acht Jahre wird der CDU-Politiker die Geschicke der Stadt lenken und blickt dem Start mit Vorfreude entgegen. „Die Phase des Übergangs ist eine komische Situation“, sagt Pavel im Gespräch mit dem Stadtanzeiger. Eine offizielle Amtsübergabe mit dem scheidenden Bürgermeister Carsten Piellusch ist für Ende Oktober vorgesehen. Vor seinem Amtsantritt könne er zwar noch keine Entscheidungen treffen, gleichwohl liefen bereits erste Vorbereitungen. Dazu gehören insbesondere die Abstimmung und Koordinierung kommender Termine.

Seinen ersten offiziellen Auftritt als Bürgermeister wird Pavel am 3. November bei der Verlegung weiterer Stolpersteine haben. Geplant ist, dass der Künstler und Initiator des Projekts, Gunter Demnig, die Gedenksteine sowohl in Steinhude als auch in Wunstorf persönlich verlegt. Darüber hinaus stehen für den neuen Bürgermeister die Einweihung einer neuen Flutlichtanlage in Mesmerode sowie zahlreiche interne Termine auf dem Programm. Die konstituierende Sitzung des Stadtrates am 11. November markiert schließlich die offizielle Vereidigung. Dort wird Pavel auch die Amtskette erhalten. Zudem möchte er an den konstituierenden Sitzungen der Ortsräte teilnehmen. Bereits an seinem ersten Arbeitstag sind Gespräche mit dem Verwaltungsvorstand und dem Personalratsvorsitzenden vorgesehen. Außerdem will Pavel die Gelegenheit nutzen, sich bei den Beschäftigten vorzustellen. In den folgenden Wochen sollen ausführliche Gespräche mit den Führungskräften der Verwaltung stattfinden. Dabei soll es auch um erste Weichenstellungen gehen, um zentrale Vorhaben aus dem Wahlkampf auf den Weg zu bringen.

Neuer Stil im Rathaus

Pavel hält an seinem angekündigten 100-Tage-Programm fest. Sein Ziel ist ein neuer Stil im Rathaus. Dazu hat er zehn konkrete Ideen formuliert, die für mehr Bürgernähe, bessere Zusammenarbeit und sichtbare Ergebnisse sorgen sollen. Geplant sind unter anderem ein Bürgermeister-Ortsteil-Treff, ein mobiles Bürgerbüro, ein digitales „24/7-Rathaus“, ein Vereinslotse als zentraler Ansprechpartner für Vereine sowie eine Wunstorfer Bau-Offensive. Gerade beim Thema Wohnungsbau sieht Pavel jedoch politischen Abstimmungsbedarf. Während einige Fraktionen verbindliche Vorgaben für Investoren befürworten, lehnen andere solche Eingriffe ab. Pavel setzt auf Kompromisse. „Uns eint das Ziel, jetzt gilt es, gemeinsam den Weg dorthin zu definieren“, sagt er. Allerdings war ein Kompromiss zum Wohnungsbau bereits am sogenannten Runden Tisch Wohnen erzielt worden. Dieser sei in den anschließenden Beratungen der Ausschüsse jedoch wieder infrage gestellt worden, lautet ein Vorwurf der SPD. So steht weiterhin eine Entscheidung über die Leitplanken des sogenannten Bauturbos aus. Denn über den Anteil preisgebundenen Wohnraums herrscht bislang keine Einigkeit. Die Einführung einer Zweckentfremdungssatzung wurde zuletzt ebenfalls vom Stadtrat vertagt. Beschlossen wurde hingegen eine stärkere städtebauliche Steuerung der Wohnraumentwicklung. Für neue Baugebiete ist dabei eine Sozialquote vorgesehen.

Abschied vom CDU-Vorsitz

Mit seinem Amtsantritt als Bürgermeister wird Pavel auch den Vorsitz der CDU Wunstorf abgeben. Diese Funktion hatte er 17 Jahre lang inne. Auf der turnusmäßigen Mitgliederversammlung am 18. November soll ein neuer Vorstand gewählt werden. Pavel wird dann nicht erneut kandidieren. Über seine Nachfolge werde bereits gesprochen, bestätigte er. Es kursieren auch schon Namen öffentlich, eine formelle Festlegung im Rahmen eines Beschlusses gebe es jedoch noch nicht. Anderslautende Berichte wies Pavel daher zurück. „Wir wollen erst das Programm festzurren und dann über Personalien entscheiden“, sagte er. Zu einer Klausur trifft sich die CDU an diesem Wochenende (24. Oktober).


André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)
Freiberuflicher Journalist
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