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Erste Maßnahmen zur Umsetzung des Radkonzepts sollen mit Einführung von Fahrradstraßen erfolgen. Hier haben Fahrräder dann Vorrang vor anderen zugelassenen Verkehrsarten.  (Foto: ste)

Bei drei Messungen: 408 Geschwindigkeitssünder erfasst

Verkehrsberuhigung war eines der zentralen Themen der Ortsratssitzung und deshalb ließ sich das Gremium auch von Doris Neuhäuser vom Amt für Hochbau und Stadtentwicklung darüber informieren, welche Maßnahmen die Stadt im vergangenen Jahr für die Verkehrsberuhigung im Bereich der Ostertorstraße unternommen hatte. Genau dort hatte es massive Beschwerden der Anlieger zu den gefahrenen Geschwindigkeiten in der 20er-Zone gegeben. Von drei Geschwindigkeitsmessungen in diesem Jahr konnte Neuhäuser berichten. Dabei seien im Durchschnitt je 136 Geschwindigkeitssünder aufgefallen, gesamt also 408. Und das bei 1.486 kontrollierten Fahrzeugen bei jeder Messung. Es seien Geschwindigkeitsübertreter mit mehr als 14 km/h erfasst worden, also immer jenseits der 34 km/h Grenze. Allein dafür würden laut Bußgeldkatalog schon 50 Euro fällig, bei mehr als 15 km/h sind es schon 70 Euro. Alle Verstöße seien auch durch Erlass von Bußgeldbescheiden geahndet worden. Da kam Freude auf bei Kay Steding (CDU) und die Forderung: „Mehr messen, da kann man ordentlich Kohle machen und das tut auch dem Haushalt der Stadt gut!” Unterstützung erhielt er dafür auch von Kilian Weers (SPD): „Die harte Hand zeigt Wirkung!” Dabei wurde die Forderung nach mehr Kontrollen auch ausgeweitet auf die geplante Verkehrsberuhigung im Bereich Auf der Kunterschaft und West-Contrescarpe. Dort sollen im Frühjahr 2024 im Rahmen der Umsetzung des Radkonzeptes Fahrradstraßen entstehen, in der West-Contrescarpe sogar mit Ausweisung der Straße als Anliegerstraße. Anliegerstraße heißt im Juristendeutsch: „Anlieger ist, wer ein an der Straße anliegendes Grundstück bewohnt oder zu einer Erledigung aufsuchen muss. Es genügt irgendeine Beziehung zum Anliegergrundstück” (Quelle: ADAC). Klar ist: So eine Anliegerstraße müsse überwacht werden, denn sonst bringt das beste Schild nichts. Gleiches soll für die Straße in Exten Vor den Höfen und Gallenort gelten, wodurch man sich im Bereich Ostertorstraße Verkehrsberuhigung erhofft. Auch in der Graf-Adolf-Straße soll der Verkehr beruhigt werden, allerdings wird die Stadt nicht, wie politisch gefordert, dort Blumenkübel von der Hartlerstraße bis zur Landgrafenstraße aufstellen, denn auch hier soll eine Fahrradstraße mit Vorrang für Fahrräder und eine Anliegerbeschränkung ab Frühjahr 2024 für Abhilfe sorgen.
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