In der vergangenen Nacht (19. Januar) hat ein geomagnetischer Sonnensturm für ein seltenes Naturschauspiel am Nachthimmel gesorgt. Polarlichter waren zu sehen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war der Sonnensturm diesmal so stark, dass die Lichter, die sonst nur am Polarkreis auftauchen, sogar bis zu den Alpen sichtbar gewesen sein sollen. Henning Sievert und Svenja Niermann vom Astroclub Wunstorf haben zur Kamera gegriffen und die beeindruckenden Lichterscheinungen über Wunstorf und Haste festgehalten.
Ursache für das Phänomen ist nach Angaben des DWD eine besonders kräftige Eruption der Sonne. Der geomagnetische Sturm soll am Montagabend demnach die zweithöchste Stufe G4 erreicht haben. Bei dieser Stärke sind unter anderem Störungen bei Satelliten und GPS möglich. Über Schäden ist bislang aber nichts bekannt. Bei solchen Sonneneruptionen werden Teilchen in Richtung Erde geschleudert. Vom Erdmagnetfeld werden diese zu den Polen gelenkt und dringen in die Atmosphäre ein. Dort treffen sie auf Luftmoleküle und bringen diese zum Leuchten. So entstehen die Polarlichter.