Die Schaumburger Landschaft lädt gemeinsam mit der Stadt Stadthagen und der Samtgemeinde Lindhorst für den Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 ein (wir berichteten). In der letzten Ausgabe hatten wir die ersten 12 von insgesamt 33 Denkmalen vorgestellt. Heute erfahren Sie Details zu den anderen Objekten. 13. Stadthagen, Fachwerkgebäude Klosterstraße 3 – 5. Die denkmalgeschützten Häuser 4 und 5 konnten durch eine dendrochronologische Untersuchung (naturwissenschaftliche Methode zur genauen Datierung von Holz, Red.) auf die Jahre 1558 und 1591 datiert werden. 2022/2023 behutsam zu modernen Wohnungen saniert. 14. Stadthagen, Oheimb`scher Hof/Geschäftshaus: Großer Freihof aus dem Jahr 1742. Denkmalgerechte Sanierung zur zeitgerechten Nutzung. 15. Stadthagen, Jüdischer Friedhof: Typische jüdische Grabsymbolik aus dem 19. Jahrhundert. 16. Stadthagen, Friedhof vor dem Westerntore: Ab 1610 für knapp 300 Jahre Friedhof der St. Martini-Kirche. Grabstätten einer Reihe Stadthäger Persönlichkeiten. 17. Stadthagen, Kath. St. Joseph-Kirche: 1886/1887 im neugotischen Stil erbaut. 40 Meter hoher Kirchturm. Becker-Orgel mit 28 Registern. 18. Stadthagen, Alte Schmiede: Fachwerkhaus in der Krummen Straße von 1764, zum modernen Wohnhaus saniert. 19. Stadthagen, Ehemalige Synagoge: 1858 Bau einer kleinen Synagoge. Im November 1938 Brandstiftung. Zunächst als Warenlager genutzt, ab 2008 zu einem Dokumentations-, Gedenk- und Lernort restauriert.
Kapelle von 1115
20. Stadthagen, St. Johanniskapelle: 1312 errichtet. Fensterschlitze sollten Leprakranken die Teilnahme am Gottesdienst ermöglichen. Eines der ältesten Baudenkmale Stadthagens. 21. Stadthagen, Bruchhof: 1115 erstmals urkundlich erwähnt. Ab 1606 Eigentum des Hauses Schaumburg. Heute Begegnungsstätte und Café. 22. Stadthagen, Bahnbetriebswerk Dampfeisenbahn Weserbergland: Lokschuppen von 1900. Ausgangspunkt der Museumseisenbahn. 23. Probsthagen, Ev.-Luth. Kirche: Gotische Saalkirche aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts mit vielen bemerkenswerten Details. 24. Lüdersfeld, Johanneskapelle: Spätgotischer Saalbau aus dem 15. Jahrhundert. 25. Lindhorst: Hof Brunkhorst/Mehrzweck-Backhaus: Vierständerhaus aus dem Jahr 1858, später Leibzucht. 2011 durch die Trachtengruppe um einen traditionellen Bachhaus-Bau ergänzt. 26. Lindhorst, Ev.-Luth. Dionysius-Kirche: Eine der ältesten Schaumburger Kirchen, um 1180 erbaut. Sichtbare Reste von Wandmalerei des 16. Jahrhunderts. Im Außenbereich ein Schandpfahl für angekettete Übeltäter.
400 Jahre im Familienbesitz
27. Lindhorst, Hof Laeseke: Seit fast 400 Jahren im Familienbesitz befindlicher Großköterhof. 1827 ergänzt durch ein Vierständerhaus. 28: Lindhorst, Hof Gümmer/Bergbau-/Ziegeleimuseum: Mehrere Fachwerkgebäude. Alte Schmiede aus 1809 erhalten. 29. Lindhorst, Jugendstilvilla: 1920 von der Deutschen Reichsbahn als Dienstwohnungen errichtet. 30. Beckedorf, Ev.-Luth. Godehardi-Kirche: 1320 Nachweis eines Friedhofes. Kapelle mit nachweislichem Anbau 1394. Bronzeglocke aus dem 15. Jahrhundert. Historisches Turmuhrwerk und barocke Sonnenuhr. 31. Heuerßen, Ev.-Luth. Kirche St. Jürgen: Spätromanische Saalkirche um 1200. Familienbegräbnis der Von Münchhausen. Glocken aus den Jahren 1506 und 1701. 32. Heuerßen, Resthof Hofstelle Nr.2, Dorfstraße: Vierständer-Fachwerkhaus, gegen 1871 fertiggestellt. Derzeit Sanierungsmaßnahmen mit Erläuterungen der Eigentümer. 33. Stadthagen/Heuerßen, Rittergut Remeringhausen: Börries von Münchhausen erwarb 1565 einen Meierhof. Ab 1600 Rechte eines Rittergutes und Bau eines Renaissance-Schlösschens. 1701 Bau eines barocken Herrenhauses. Wassergraben mit Brücken, sieben Hektar großer englischer Garten.
Großes Begleitprogramm
An allen Denkmalen stehen Ehrenamtliche Aktive, Gästeführer und Eigentümer für Informationen zur Verfügung. Führungen und Ausstellungen werden in vielen Objekten angeboten. Im Begleitprogramm finden Sie eine geführte Fahrradtour sowie spannende und unterhaltsame Attraktionen für Kinder und Erwachsene. Einzelheiten sind der Broschüre zu entnehmen. Informationen auch unter: www.schaumburgerlandschaft.de und Schaumburger Landschaft, Tel. 05722/95660.
„Über 100 Ehrenamtler unterstützen uns am Tag des offenen Denkmals!”