Wer denkt, dass regionale Geschichte langweilig ist, wird bald eines Besseren belehrt werden. Zusammen mit dem Heimatverein Wunstorf hat der Verein Kultur-Raum und Gemeinschaft Blumenau e.V. (KRuG) das Projekt „WunsTouren - Wunstorfer Dörfer und ihre Denkmäler“ ins Leben gerufen. Unterstützt werden sie dabei von dem Historiker und Journalisten Jan Peter Wiborg aus Hagenburg.
Vor rund zwei Jahren nahm Hajo Arnds, Mitglied im Vorstand des KRuG, Kontakt zum Heimatverein Wunstorf auf. Aus der Idee das alte Amtshaus in Blumenau, das Schloss und den Gutshof in Liethe wie andere historische Denkmäler im Stadtgebiet zu beschildern, wurde schnell im gemeinsamen Austausch ein gemeinsames Projekt. Ein Projekt zur Beschilderung historischer Gebäude in den ehemaligen Dörfern, die heute alle zu Wunstorf gehören. Denn ihre Geschichte liegt oft nicht nur im Verborgenen, sondern es lohnt sich auch diese zu erzählen. Eine Ausnahme unter den Wunstorfer Dörfern bilden Steinhude und Luthe. Hier haben bereits engagierte Heimatvereine einige Gebäude beschildert. Aber auch da wurde man noch fündig.
Zusammen mit Wiborg haben dann Arnds, Anette Wöltje und Dirk Neubert (beide Heimatverein) die in Frage kommenden Objekte ausgesucht. Insgesamt werden 36 historische Bauwerke und ortsprägende Stellen erstmalig eine erläuternde Beschilderung erhalten. Die bereits vorhandenen 32 Tafeln werden digital in die „WunsTouren – Wunstorfer Dörfer und Denkmäler“ integriert. Hierfür erhalten sie wie die neuen Tafeln einen QR-Code. Die Tafeln erläutern das Objekt, liefern historische und aktuelle Hintergründe. Möglich wäre es auch, dass man sich Infos vorlesen lassen kann. Alles Ideen, die aktuell im Kreis der Beteiligten diskutiert werden. Schließlich ist das Projekt noch in den Kinderschuhen, weil alle Beteiligten übereinstimmend berichten. Fest steht, dass es auf jeden Fall verschiedene Formate für die Tafeln geben wird. Aus den zusammengetragenen Informationen werden dann einzelne Tourenvorschläge abrufbar sein. Denkbar wäre zum Beispiel eine Butteramts-Tour.
Die „WunsTouren – Wunstorfer Dörfer und Denkmäler“ richten sich an Einheimische, Gäste und an alle, die an regionaler Geschichte Spaß haben. Dabei denkt man auch an Schulen, die sich so auf Spurensuche begeben können. Die erste Hürde zur Finanzierung des Projektes ist bereits genommen. So hat die LEADER-Jury bereits grünes Licht gegeben. Damit kann jetzt ein Antrag beim Amt für Regionalförderung gestellt werden. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 23.201 Euro. Zweidrittel der Kosten sollen über LEADER-Mittel gedeckt werden.