Am Sonntag, 13. September 2026 lädt die Schaumburger Landschaft, gemeinsam mit der Stadt Stadthagen, der Samtgemeinde Lindhorst, Eigentümerinnen und Eigentümern von Denkmalen, sowie vielen ehrenamtlichen Helfern, zum Tag des offenen Denkmals ein (wir berichteten). Die Vorsitzende der Schaumburger Landschaft, Lu Seegers, freut sich besonders, weil diese Veranstaltung mit so vielen Denkmalen, wie noch nie, stattfinden kann. Das Schaumburger Wochenblatt stellt in dieser und in der kommenden Ausgabe die 33 Objekte in und um Stadthagen und Lindhorst vor.
Innenstadt von Stadthagen mit vielen sehenswerten Objekten
1. Stadthagen, Altes Rathaus (Ratskeller): Bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts mit einem ersten Teil als Zeughaus im frühen Renaissance-Stil erbaut. Um 1590 um das Doppelte erweitert. Umbau zum Rathaus 1612. 2. Ev.-Luth. St. Martini-Kirche und Mausoleum: Erstmals als Pfarrkirche 1230 erwähnt. Ende des 13.Jahrhunderts Umbau zur gotischen Hallenkirche. Grabdenkmal des Grafen Otto IV., ausgeführt um 1580 durch Arend Robyn. Weitere wertvolle Stücke. 3. Stadthagen, Alte Lateinschule: 1565 einzige Schule in Schaumburg. Ab 1610 „Gymnasium Illustre“, später Universität „Ernestina“. 4. Stadthagen, Landsberg´scher Hof: Anfang des 16. Jahrhunderts als Freihof angelegt. Im 18. Jahrhundert mehrfach verändert. 5. Stadthagen, Stadtturm am Schloss: 1396 erstmals erwähnt. Einer von neun Türmen in der Stadtmauer. Amtsgefängnis, Stall und Eiskeller. 6. Stadthagen, Zehntscheune: Vermutlich um 1544 errichtet. Diente zur Lagerung für den „Zehnten“ die Naturabgaben der Bauern an den Grafen. Heute Ort für Ausstellungen und Veranstaltungen.
Das Schloss - ehemaliger Sitz der Grafen
7. Stadthagen, Schloss: Weserrenaissance. Vollständig erhalten, mit sechs Nebengebäuden aus dem 16. Jahrhundert eine kulturhistorische Besonderheit. Früher eine Wasserburg. Bis 1607 Residenz der Schaumburger Grafen, Prunkkamine, heute Sitz des Finanzamtes. 8. Stadthagen, Museum Amtspforte: Fast 500 Jahre alte Holzarchitektur. Gefängnis, Wohnhaus und seit 1963 Museum der Stadt. 9. Stadthagen, Schaugarten: Pfeiler am Eingang mit Hinweis auf 1771 als Nutzgarten des Jägerhofes. 10. Stadthagen, Schlossgarten und Lusthaus: Entwicklung vom Renaissance-Garten im 16. Jahrhundert zum Barockpark (Houpe-Plan 1784). Lusthaus zeitgleich mit dem Schloss errichtet. Heute ein Café. 11. Stadthagen, Alte Polizei: 1896 als „Hotel Bremen“ erbaut. Ab 1922 verschiedene Nutzungen, von 1950 bis 1980 als Polizeirevier. Heute Kultur- und Begegnungszentrum. 12. Stadthagen, Ev.-ref. Klosterkirche: 1485 als Franziskanerkloster begonnen. Taufstein aus dem Jahr 1500. 1610 bis 1621 Gymnasiums- und Universitätssitz. In vielen Denkmalen werden zu unterschiedlichen Zeiten Gästeführungen durchgeführt. Die Zeiten sind den Flyern zu entnehmen. Teil 2 lesen Sie in der nächsten Ausgabe.