Die Polizei hat im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen mehrere Tatverdächtige im Alter von 23, 25, 36 und 38 Jahren mehrere Objekte in Neustadt sowie in den Ortsteilen Poggenhagen und Otternhagen durchsucht. Einsatzkräfte verschiedener Polizeidirektionen haben die von der Staatsanwaltschaft Hildesheim beantragten Beschlüsse vollstreckt und zahlreiche Beweismittel sichergestellt.
In einer Wohnung in Neustadt trafen die Beamten einen 25-jährigen Tatverdächtigen an. Dort stellten sie scharfe Munition, ein Mobiltelefon und mehrere Datenträger sicher. Als Zufallsfunde wurden zudem vier Schreckschusswaffen, drei Luftgewehre, verschiedene Munitionsarten, ein Klappmesser sowie unverzollte Tabakwaren beschlagnahmt. Zeitgleich wurde in einer weiteren Wohnung in Neustadt ein 23-jähriger Tatverdächtiger angetroffen. Die Polizei beschlagnahmte ein Mobiltelefon, Tabletten mit Tilidin, Marihuana sowie ein Einhandmesser.
In einem gewerblich genutzten Objekt in Neustadt fanden die Ermittler mutmaßlich gestohlenes Werkzeug. Darunter befanden sich zwei Kisten mit Feuerwehr-Aufklebern der Feuerwehr Neustadt, eine Kettensäge, ein Kompressor und ein Hydraulikspreizer. Ob die Gegenstände aus Diebstählen stammen, die Mitte Januar in Eilvese und Hagen begangen wurden, ist Bestandteil der laufenden Ermittlungen. Bei einer Durchsuchung in Poggenhagen entdeckten die Beamten zwei Konsumeinheiten Kokain sowie zwei Schreckschusspistolen. In Otternhagen wurden eine Bankkarte und ein vorläufiger Personalausweis gefunden, die auf unbeteiligte Personen ausgestellt waren.
Neben dem ursprünglichen Ermittlungsverfahren wegen gewerbsmäßigen Betrugs, Erpressung und Bandendiebstahls leitete die Polizei mehrere weitere Verfahren ein – darunter vier wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, zwei wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie jeweils eines wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und die Abgabenordnung.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hildesheim und der Polizeidirektion Hannover dauern an.