Vier Kandidaten gehen nach aktuellem Stand am 13. September ins Rennen um das Bürgermeisteramt in Wunstorf. Zu den bereits bekannten Bewerbern Carsten Piellusch (SPD) und Martin Pavel (CDU) kommen Kerstin Obladen (Freie Wähler) und Mona M’Barkiou (Die Linke) hinzu. Der Stadtanzeiger hat mit beiden Kandidatinnen über ihre Ziele und politischen Ansätze gesprochen.
Für die Kommunalwahl am 13. September hat Kerstin Obladen (Freie Wähler) parallel zum Erscheinen ihres Buches „Mit mir nicht – Aufbruch zur Klarheit“ ihre Kandidatur für das Amt der Bürgermeisterin angekündigt. Grund einmal nachzufragen, was man von einer Bürgermeisterin Kerstin Obladen erwarten darf. Im Ortsrat und im Stadtrat vertritt Kerstin Obladen die Freien Wähler nachdem sie zunächst für die FDP nach der letzten Kommunalwahl in beide Gremien eingezogen war. Kurz hatte sie in Steinhude auch das Amt der stellvertretenden Ortsbürgermeisterin inne. Nachdem sich die Freien Wähler zunächst weder für eine eigene Kandidatin oder Kandidaten noch für eine Wahlempfehlung entscheiden konnten, kandidiert nun doch jemand aus ihren Reihen. „Wunstorf braucht aus meiner Sicht einen echten Neuanfang“, so Obladen zu ihrer Motivation, die gleichzeitig das Fehlen eines parteilosen Kandidaten kritisiert. Sie ist zwar nicht parteilos, aber fest davon überzeugt, dass die Wähler ohnehin keine Partei sondern eine Person ins Bürgermeisteramt wählen.
Im Mittelpunkt steht für sie vor allem Bürgernähe, Transparenz und der Mut Probleme anzusprechen. Und so würde sie immer freitags auf dem Wochenmarkt ansprechbar sein und feste Gesprächstermine in der Wasserzucht 28 anbieten. Auch über Social-Media-Kanäle soll ein Dialog mit Bürgern erreicht werden. „Ich möchte, dass die Menschen wieder gehört werden“, so Obladen. Und so sieht sie ihre Aufgabe vor allem im Führen einer bürgernahen Verwaltung mit transparenten Entscheidungen. Außerdem plädiert sie für eine attraktivere Innenstadt mit guten Rahmenbedingungen für Handel, Gastronomie und Veranstaltungen. Beim Thema „Bezahlbarer Wohnraum“ plädiert sie für schnellere Verfahren unter Berücksichtigung des Charakters des jeweiligen Ortsteils. Steinhude soll nicht nicht nur Kulisse sondern auch lebenswert sein.