Ein „kleines Volksfest“ | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Ein „kleines Volksfest“

Ehrung (v.li.): Robert Focke, Uwe Lahmsen (50 Jahre förderndes Mitglied) und Bürgermeister Carsten Piellusch. (Foto: gi)
Ehrung (v.li.): Robert Focke, Uwe Lahmsen (50 Jahre förderndes Mitglied) und Bürgermeister Carsten Piellusch. (Foto: gi)
Ehrung (v.li.): Robert Focke, Uwe Lahmsen (50 Jahre förderndes Mitglied) und Bürgermeister Carsten Piellusch. (Foto: gi)
Ehrung (v.li.): Robert Focke, Uwe Lahmsen (50 Jahre förderndes Mitglied) und Bürgermeister Carsten Piellusch. (Foto: gi)
Ehrung (v.li.): Robert Focke, Uwe Lahmsen (50 Jahre förderndes Mitglied) und Bürgermeister Carsten Piellusch. (Foto: gi)

„Aus Kapazitätsmangel mussten wir vom Gasthaus Kuckuck in die Sporthalle umziehen“, sagte Ortsbrandmeister Robert Focke. Es sei eine zu den Anforderungen passende und gute Alternative gefunden. Zu der Dienstversammlung kamen nach Angaben der Ortswehr sage und schreibe 185 Gäste. Das hat schon Dimensionen eines „kleinen Volksfestes“. Großartig war die Stimmung, Feuerwehrversammlungen dauern auch seine Zeit, zwei oder auch fast drei Stunden sind schon zur Regel geworden. In Kolenfeld wurde wieder ein Video von den Aktivitäten aller Abteilungen gezeigt mit entsprechender musikalischer Untermalung. Die Bewirtung lag in den Händen der Ortswehr Wunstorf, bei der Versammlung der Wunstorfer Ortswehr waren die Kolenfelder zur Stelle.

Die Feuerwehr Kolenfeld feiert dieses Jahr das 100-jährige Bestehen. „Ich denke, wir haben wieder einiges bewegt, anderes ins Rollen gebracht und sind grundsätzlich auf dem richtigen Kurs unterwegs“, so Focke. Es gab 24 Einsätze (Vorjahr 29). Das waren acht Brandeinsätze, zehn technische Hilfeleistungen, fünf im Rahmen der ELO (Einsatz-Leitung-Ort) und ein Fehlalarm. Die Ortsfeuerwehr verfügt aktuell über drei Einsatzfahrzeuge und zwei Anhänger, alles befände sich in gutem Zustand. Zum Ende des Jahres 2025 gab es in der Einsatzabteilung 64 aktive Kameradinnen und Kameraden, in der Altersabteilung 18 Kameraden sowie 378 fördernde Mitglieder. Die Dienststunden der Einsatzabteilung liegen bei 3.399 Stunden, insgesamt mit Altersabteilung, Jugendfeuerwehr und Musikzug sind es 13.871 Stunden.

Lobende Worte (v.li.): Marion Wagner und Cornelia Lippolt ehren Hannelore Kuckuck. (Foto: gi)
Lobende Worte (v.li.): Marion Wagner und Cornelia Lippolt ehren Hannelore Kuckuck. (Foto: gi)

Engagement in Zahlen

Auf ein anstrengendes, aber auch erfolgreiches 60. Jubiläumsjahr blickte auf der Dienstversammlung der Ortswehr Kolenfeld Musikzugführerin Cornelia Lippold zurück. Der Musik hätten sich 46 Aktive an 4566 Stunden gewidmet. Das seien deutlich mehr gewesen als 2024.

Das Feuerwehrhaus werde gepflegt und bestmöglich erhalten, die Kapazitäten seien jedoch seit langer Zeit überschritten. „Der langersehnte Neubau ist in Sicht, die Stadt konnte ein gutes externes Planungsbüro für Feuerwehrhäuser gewinnen“, merkte der Ortsbrandmeister an. Es werde sich regelmäßig getroffen, um die Detailplanung und Ausstattung des Gebäudes zu besprechen. Mit der Fertigstellung wird Ende 2028 gerechnet. „Ich möchte hier nochmals erwähnen, dass die Ortsfeuerwehr den geplanten Bau mit drei statt vier Einstellplätzen für nicht zukunftsorientiert hält. Wir bauen ein Feuerwehrhaus für voraussichtlich wieder mindestens 50 Jahre. Ein solches Projekt von vornherein mit einer Fahrzeughalle ohne Platzreserven umzusetzen ist für uns schwer nachvollziehbar“, sagte Focke. Es sei nicht zu spät, wenn jetzt noch gehandelt werde.

Bürgermeister Carsten Piellusch berichtete über die begonnenen Planungen für das neue Feuerwehrhaus. Bezüglich der Anzahl der Hallentore sei eine sinnvolle bezahlbare Lösung anzustreben. Gemeinsam soll die Sache angegangen werden. Ortsbürgermeister Karsten Grobe setzt ebenfalls auf vier Hallentore für das Feuerwehrhaus. Vielleicht werden ja Träume wahr, sagte er. Für den Ortsbürgermeister sei die Feuerwehr unverzichtbar für das gesellschaftliche Leben im Ort. Der stellvertretende Brandschutzabschnittsleiter Martin Höflich berichtete über die Aktivitäten aus der Regionsfeuerwehr. Er war bereits sieben Mal bei einer Dienstversammlung in Kolenfeld dabei. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Benjamin Heidorn hob die Einsätze der Ortswehr hervor, schwerpunktmäßig sei das die A2. Rückläufig seien die Schwerverletzten, die Autobahn müsse aber wegen Gefahrgutunfällen im Auge behalten werden. Gut unterwegs sei man bei der Planung neuer Feuerwehrhäuser.

Beförderungen und Ehrungen

Beförderungen und Ehrungen nahmen in den bisherigen Dienstversammlungen der Ortswehren einen breiten Raum ein. Das war auch in Kolenfeld so.

Feuerwehrmann Bernhard Züwerink, Oberfeuerwehrmann Felix Draken, Martin Lippold und Pierre Viebrans, Erster Hauptfeuerwehrmann Sebastian Poch, Christian Dominski und Eike Seegers, Löschmeister Clemens Redecker und Mathias Voß, Oberlöschmeister Niklas Daubitz, Daniel Friedrichs, Tobias Körner, Dirk Naumann, Tim Rudnick, Markus Seehausen und Marcel Siekmann, Hauptlöschmeister Peter Werheit und Cord-Heinrich Köster, Erster Hauptlöschmeister Alexander Matthias Müller und Udo Nettelroth. Ortsbrandmeister Robert Focke wurde zum Oberbrandmeister befördert.

25 Jahre Niklas Daubitz (Einsatzabteilung), 40 Jahre Cord-Heinrich Köster (Einsatzabteilung), Heinrich Köster (Einsatzabteilung), Jürgen Tertocha (Altersabteilung) und Rolf Seehausen (förderndes Mitglied), 50 Jahre Wolfgang Borges (Altersabteilung) und Uwe Lahmsen (förderndes Mitglied), 60 Jahre Wilhelm Blanke (Altersabteilung). Bürgermeister Carsten Piellusch zeichnete über 30 Kameradinnen und Kameraden mit der Verdienstnadel der Landesregierung aus. Sie waren während der Hochwasserkatastrophe 2023/2024 im Einsatz.


Hans-Heiner Giebel (gi)
Hans-Heiner Giebel (gi)
Freier Journalist
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