In der Dienstversammlung der Ortswehr Luthe berichtete Ortsbrandmeister Jens Borchers aktuell von 97 aktiven Mitgliedern. Im vergangenen Jahr leisteten sie insgesamt 21.197 Stunden ehrenamtliche Arbeit inklusive Jugend- und Kinderfeuerwehr. 43 Einsätze wurden abgearbeitet vom Brandeinsatz bis zur technischen Hilfeleistung. Besonders erfreulich ist die Nachwuchsarbeit, vier Mitglieder wurden aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst übernommen. Deutliche Worte fand Ortsbrandmeister Borchers auch mit Blick auf die zunehmenden Anforderungen an die Freiwilligen Feuerwehren. Immer mehr Ausbildungsaufgaben, die ursprünglich auf Landesebene – etwa durch hauptamtliche Feuerwehrschulen – angesiedelt waren, würden in die Kommunen und damit in die Ortsfeuerwehren verlagert. „Diese zusätzlichen Aufgaben werden übertragen, ohne gleichzeitig für die notwendigen Grundlagen, wie ausreichende Ausbildungskapazitäten oder Verwaltungsstrukturen zu sorgen“, machte er deutlich. Die Ortswehrführung stärkte damit ausdrücklich den Ruf der Gruppenführer nach besseren Rahmenbedingungen.
Ein weiteres zentrales Thema bleibt der Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Borchers forderte einen messbaren Zeitplan für das Projekt: „Irgendwann müssen auch wir planen können“, so der Ortsbrandmeister. Die Feuerwehr benötige verlässliche Perspektiven, um ihre Arbeit zukunftssicher aufzustellen. Mit dem Jubiläum des Fördervereins und einer engagierten Einsatzabteilung blicke die Ortswehr trotz wachsender Herausforderungen selbstbewusst in die Zukunft. Geehrt wurden auf der Dienstversammlung 61 Helferinnen und Helfer anlässlich ihres Einsatzes bei der Hochwasserkatastrophe 2023/2024. Erste Stadträtin Wieke Nickel dankte für den ehrenamtlichen Einsatz und verlieh die Hochwasserehrennadel 2023 der Landesregierung. Erste Stadträtin Wiebke Nickel berichtete, dass für das neue Feuerwehrhaus in Luthe das Raumkonzept in diesem Jahr erstellt werde. Es müsse dann vom Rat beschlossen werden. Ortsbürgermeister Rolf Hoch hob die Leistungsfähigkeit und die Nachwuchsarbeit der Ortswehr hervor. Mit dem Baubeginn des Feuerwehrhauses rechnet Hoch im Jahr 2028. Stadtbrandmeister Martin Ohrlendirf werde alles daran setzen, dass das Lehrgangsangebot gesteigert werde. Er dankte Rat und Verwaltung für die Investitionen bei der Neubeschaffung von Fahrzeugen. Das sei nicht überall so.
Mit einem Rückblick auf eine erfolgreiche Dekade und klaren Worten zur Zukunft feierte der Förderverein der Feuerwehr Luthe sein zehnjähriges Bestehen. Zahlreiche Mitglieder und Gäste waren zur Jubiläumsversammlung erschienen, die zugleich den Rahmen für Ehrungen und einen Ausblick auf kommende Herausforderungen bot. Der Vorsitzende Jens Borchers würdigte in seiner Ansprache die Entwicklung des Vereins seit der Gründung. Der Förderverein sei in den vergangenen zehn Jahren zu einer tragenden Säule der Feuerwehr geworden. Durch finanzielle und ideelle Unterstützung wurden zahlreiche Projekte ermöglicht, die über die reguläre Ausstattung hinausgingen. „Ohne die Unterstützung unserer Mitglieder wären viele Anschaffungen und Maßnahmen nicht realisierbar gewesen“, betonte Borchers und dankte ausdrücklich allen Mitgliedern für ihr Engagement und ihre Treue. Ein besonderer Moment des Abends war die Ernennung von Til Ammermann, Martin Ohlendorf, Michael Reuter und Andreas Scharnhorst zu Ehrenmitgliedern. Mit dieser Auszeichnung würdigte der Vorsitzende ihr langjähriges und außergewöhnliches Engagement für den Verein und die Ortsfeuerwehr.