Wir alle haben schon einmal die Erfahrung gemacht: Menschen schätzen uns auch wegen unserer Talente, denn sie sind ja nicht nur für uns allein. Wir können vielen Menschen mit ihnen eine Freude machen. Wenn sie sich entfalten, können sie für viele, auch für uns selbst, ein Gewinn sein. Jeder hat Talente und jeder kann irgendetwas gut oder besser als andere!
Das steht fest. Wenn man das Glück hat, dieses Talent zu stärken und zu erweitern, hat man Erfolg. Und alles ist gut.
Und wenn man sich nicht traut? Wer z.B. eine sehr gute Körperbeherrschung hat, sollte der Hochseilakrobat im Zirkus werden oder wer gut reden kann, sollte der Politiker werden oder Lehrer oder Verkäufer?
Nicht jeder möchte in die Welt hinausziehen und sein Talent dort groß machen. Die meisten von uns bleiben lieber hier. Aber verstecken brauchen wir unser Talent daher nicht. Es kann allerdings auch zu einer drückenden Last und Belastung werden, die man abschütteln möchte.
Ist es nicht besser, sein Talent eben doch zu vergraben? Sich abzufinden?
Sich zurückzuziehen? Viele Menschen kennen diese Unsicherheit bestimmt aus eigener Erfahrung. Aber - irgendwo ist immer einer der uns etwas zutraut.
Der Vertrauen in uns hat und weiß: du kannst das. Schon als kleines Kind wissen unsere Eltern: du kannst laufen, trau dich.
Lehrer, Ausbilder oder einfach nur Freunde die uns gut kennen, können uns so stärken, dass wir an uns glauben und unser Talent nutzen. Wenn dann noch die richtige Gelegenheit kommt, müssen wir nur noch zugreifen und durch Fleiß und Übung zum erhofften Erfolg kommen.
Gott hat uns unser Talent geschenkt und dazu auch noch Vorschusslorbeeren in Form von Mut und Zuversicht für unseren Lebensweg.
Er traut uns etwas zu. Sein Vertrauen kann uns heute motivieren, unsere vergrabenen Talente wie eine Schatzkiste neu zu entdecken, sie zu heben, uns an unseren Funden zu freuen und sie uns anzueignen. Wir sollen in unserem Pfunde wuchern. Also, handeln und etwas bewirken.
„Mit Talent ist all das gemeint, was wir von Gott an Gaben geschenkt bekommen haben.“ Da kommt schon allerhand zusammen: Besitz, Familie, Gesundheit, Intelligenz, Ausbildung, Beruf, sozialer und politischer Friede.
Ein großes Startkapital. In der Bibel heißt es „ ..jeder empfängt die Gabe, die Gott ihm zugedacht hat.“ Daher sind wir auch unterschiedlich beauftragt. Von einem wird viel, vom anderen weniger verlangt. (Lukas 12, 48b)
Die unterschiedliche Verteilung der Gaben ist nicht ungerecht. Gott verlangt nicht von jedem dasselbe und vor allem: er verlangt nichts, was über unsere Fähigkeiten hinaus geht. Es kommt doch darauf an, wie wir damit umgehen, und was wir daraus machen. Der Einsatz zählt. Gott beauftragt uns, zu handeln. Beginnen wir also, an unserem Ort mit den bekannten und den wiederentdeckten Talenten das Richtige zu tun. Vertrauen wir darauf, dass es Gottes Wertschätzung findet und er uns zu sich laden wird.
Ich wünsche Ihnen einen erholsamen und reichen Sommer.