Nonstop nach Hawaii | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Nonstop nach Hawaii

Im Einsatz: Der fliegende A400M-Tanker des LTG 62. (Foto: Bundeswehr/Christian Timmig)
Im Einsatz: Der fliegende A400M-Tanker des LTG 62. (Foto: Bundeswehr/Christian Timmig)
Im Einsatz: Der fliegende A400M-Tanker des LTG 62. (Foto: Bundeswehr/Christian Timmig)
Im Einsatz: Der fliegende A400M-Tanker des LTG 62. (Foto: Bundeswehr/Christian Timmig)
Im Einsatz: Der fliegende A400M-Tanker des LTG 62. (Foto: Bundeswehr/Christian Timmig)

Es war ein Rekordflug im Jubiläumsjahr der Luftwaffe. Circa 12.500 Kilometer in unter 17 Stunden Flugzeit und das Non-Stop von Wunstorf nach Hawaii und ohne Unterstützung anderer Verbände oder Nationen. Pünktlich um kurz nach 10 Uhr startete der A400M mit der Kennung 54+26 am 23. Juni vom heimischen Fliegerhorst, um nach 16 Stunden und 39 Minuten auf der Big Island von Hawaii zu landen.

„Ja, wir sind von Wunstorf nonstop nach Hawaii geflogen. Das ist für uns etwas ganz Besonderes. Wir haben knapp 17 Stunden Flugzeit überbrückt, zusätzlich noch circa drei Stunden Vorbereitungszeit, eineinhalb Stunden Nachbereitungszeit, also fast 24 Stunden im Flugdienst. Das kann nicht mit einer Besatzung durchgeführt werden, daher waren dabei zwei im Einsatz, die sich entsprechend abwechselten“, sagte Kommodore Oberst Markus Knoll. Der kalkulierte Kraftstoffbedarf für eine solch lange Strecke betrug circa 76 Tonnen. Mit eigenen Mitteln wurde die fliegende Tankstelle betrieben. Damit der A400M von Wunstorf nach Hawaii fliegen konnte, wurden in zwei Betankungsvorgängen circa 35 Tonnen Sprit an die Maschine abgegeben.

Die Maschine flog zunächst Richtung Norwegen, dann nach Island und weiter nach Norden Richtung Nordpol, der circa 100 Kilometer südlich passiert wurde und von dort Richtung Süden nach Alaska und dann über den Pazifik nach Big Island, eine der Hawaiianischen Inseln. Die erste fliegende Tankstelle wurde zwischen Norwegen und Island für den ersten Betankungsvorgang mit ungefähr 18 Tonnen genutzt, der zweite eingesetzte Tanker wurde im Vorfeld in Alaska über eine Kaltstartfähigkeit komplett aus eigenen Mitteln eingesetzt.


Hans-Heiner Giebel (gi)
Hans-Heiner Giebel (gi)
Freier Journalist
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