Etwa 10 Jahre nach der Aufnahme des Projektes „Neubau Feuerwehrhaus Bergkette“ in den Feuerwehrbedarfsplan der Stadt Stadthagen, vollzogen die Beteiligten in dieser Woche den ersten Spatenstich. Stadthagens Bürgermeister Oliver Theiß erinnerte sich in seinen Grußworten und bedauerte:“ Es ist nicht immer alles rund gelaufen!“ Zuvor begrüßte Stadtbrandmeister Martin Buhr die über 70 Anwesenden, dankte den Ortsbrandmeistern der zukünftigen Feuerwehr Bergkette aus Reinsen, Obernwöhren und Krebshagen-Hörkamp-Langenbruch (HKL).

Neue Fahrzeuge schon länger im Einsatz

Zwei moderne Löschfahrzeuge waren zwischenzeitlich für die neue Wehr in Dienst gestellt worden. Für die Kreisfeuerwehr war der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Möller vor Ort. Nach weiteren Grußworten der drei beteiligten Ortsbrandmeistern, Boris Krumsiek, Nils Langhorst und Claus-Dieter Lorenz-Ritter, sowie des Ausschuss-Vorsitzenden Andreas Ahnefeld, gab Planer und Bauleiter Uwe Brinkmann einen Überblick über die Ausstattung des neuen Standortes. Sein Ingenieur-Büro ist spezialisiert auf den Bau öffentlicher Gebäude, besonders Feuerwehrhäuser. Das Grundstück in Obernwöhren umfasst circa 11.200 Quadratmeter. Das Gebäude teilt sich auf knapp 700 Quadratmeter für den Sozial- und Umkleidetrakt, über 450 Quadratmeter Fahrzeughalle sowie weitere 140 Quadratmeter sonstige Fläche. Damit steht genügend Platz für 125 Feuerwehrfrauen, -männer, -kinder und- senioren zur Verfügung. Aus sechs Toren können später die Einsatzfahrzeuge das Gebäude verlassen. KfW40-Standart, Wärmepumpentechnik, sowie eine 100 kW/p – PV-Anlage zeichnen den modernen effizienten Bau aus.

Verzögerungen aus unterschiedlichen Gründen

In den Dankesworten der Beteiligten kamen die Hindernisse und Schwierigkeiten bis zur Entscheidung nur am Rande zur Sprache. Personalengpässe beim städtischen Bauamt, Grundstückssuche, kreative Überlegungen zu Ausfahrt und Zufahrt sowie viele Gespräche mit Nachbarn und Anliegern hatten den Bau immer wieder in die Länge gezogen. „In den letzten Jahren haben wir aber Fahrt aufgenommen“, stellte Bürgermeister Theiß fest. Vor den Augen von über 70 Feuerwehr-Angehörigen, Nachbarn, Beteiligten und Gästen, nahmen zehn Verantwortliche einen Spaten in die Hand und vollzogen den „Ersten Spatenstich“. Die Stelle war zuvor von einem Großbagger vorbereitet worden. Den wollte Theiß allerdings ausdrücklich nicht in Betrieb nehmen. Stadtbrandmeister Martin Buhr rechnete auf Nachfrage mit einer Fertigstellung 2028. Bis dahin sei auch über die Fusion der drei Wehren und die Besetzung der Posten entschieden, schilderte er.