Technik zum Anfassen | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Technik zum Anfassen

Haben ein besonderes Lastenrad in Empfang genommen (v.li.): Schulleiterin Elke Helma Rothämel sowie Lehrer und Schüler des IGS-Fahrradkurses.  (Foto: tau)
Haben ein besonderes Lastenrad in Empfang genommen (v.li.): Schulleiterin Elke Helma Rothämel sowie Lehrer und Schüler des IGS-Fahrradkurses. (Foto: tau)
Haben ein besonderes Lastenrad in Empfang genommen (v.li.): Schulleiterin Elke Helma Rothämel sowie Lehrer und Schüler des IGS-Fahrradkurses. (Foto: tau)
Haben ein besonderes Lastenrad in Empfang genommen (v.li.): Schulleiterin Elke Helma Rothämel sowie Lehrer und Schüler des IGS-Fahrradkurses. (Foto: tau)
Haben ein besonderes Lastenrad in Empfang genommen (v.li.): Schulleiterin Elke Helma Rothämel sowie Lehrer und Schüler des IGS-Fahrradkurses. (Foto: tau)

Die Evangelische IGS bietet seit zwei Jahren einen Wahlpflichtkurs Fahrrad an, in dem Schüler Technik und Praxis miteinander verbinden. Fahrradwerkstätten liegen im Trend, auch an der IGS. Im Kurs lernen die Schüler nicht nur, wie sie mit handwerklichem Geschick Räder reparieren, sondern beschäftigen sich auch mit Konstruktion, Technik und Ressourcenschonung. Geleitet wird der Kurs von Jonas Ridder und Maximilian Ernst, derzeit nehmen acht Schüler teil. Neben der Arbeit in der Werkstatt kommt auch der sportliche Aspekt nicht zu kurz. Regelmäßig stehen Ausflüge über rund 20 Kilometer auf dem Programm. Während des Stadtradelns treten die Schüler derzeit etwas häufiger in die Pedale. Ein Höhepunkt ist die geplante Abschlussfahrt am 12. Juni nach Bremen. Die Gruppe organisiert Route und Verpflegung selbstständig, nur beim Wetter bleibt ein Faktor ungewiss.

Zuletzt erhielt der Kurs Unterstützung durch eine Spende von Arne Schulze. Anlässlich seines 60. Geburtstags ließ er ein besonderes Lastenrad anfertigen. Das Modell einer dänischen Designfirma aus Hamburg kommt ohne Schweißen aus und basiert auf standardisierten Bauteilen wie Aluminiumprofilen, die im Baumarkt erhältlich sind. Diese Konstruktion ermöglicht es, Reparaturen und den Austausch einzelner Komponenten besonders einfach umzusetzen. Das Rad, „Long John“ genannt, wurde vom Kurs dankbar aufgenommen. Ein integrierter Akku unterstützt den Fahrer oder die Fahrerin bis zu rund 400 Kilometer weit. Das Lastenrad wurde direkt in den Unterricht eingebunden. Die Schüler analysierten die Bauweise des Rahmens und formulierten eigene Fragen dazu. Der Entwurf stammt von einem Künstlerkollektiv und überzeugt nicht nur durch seine einfache Konstruktion, sondern auch durch das geringe Gewicht von nur 17 Kilogramm ohne Akku und Motor.

Arne Schulze ließ auf Basis des Entwurfs insgesamt zwei Räder bauen beziehungsweise wirkte daran mit. Ein zweites Exemplar soll ebenfalls gespendet werden. „Ich finde den Ansatz Kunst, die sich nutzen lässt, sehr spannend”, so Schulze. Der Kontakt zu Schule kam schließlich über Karola Königstein. Im Alltag bringt das Lastenrad ganz praktische Vorteile. Es erleichtert den Transport von Materialien, etwa bei Fahrten zum Kinder- und Jugendzentrum der Bau-Hof. Für den Kurs bedeutet das zusätzliche Möglichkeiten und ein weiteres Stück Mobilität auf zwei Rädern.


André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)
Freiberuflicher Journalist
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