Die Ausstellung „Faser und Farbe – zwei Ansichten“, vereint die beiden Künstlerinnen Vera Neelen und Martina Ricks. Als Textildesignerin steht Neelen für gefilzte Malerei. Rick ist dagegen Autodidaktin. In der Ausstellung sind sie in einer spannenden Symbiose vereint.
Neelen wurde in Hameln an der Weser geboren. Ihre Leidenschaft für Kunst und Design ließ sie nicht nur Abitur machen, sondern auch an der Fachhochschule für Kunst und Design in Hannover studieren. 1992 schloss sie ihr Studium mit einem Diplom als Textildesignerin ab. Anschließend absolvierte sie eine Ausbildung für Mediendesign. Dies ermöglichte ihr den Zugang zu modernen Technologien, wodurch sie ihre künstlerischen Visionen auf innovative Weise ausdrücken konnte. Ganz anders der Werdegang von Rick, die aus Düren stammt und in Nordstemmen im Landkreis Hildesheim lebt. Ihr Weg zur Kunst war rein autodidaktisch. Allerdings räumt sie ein, dass der Schweizer Künstler Alexander Jeanmaire ihre künstlerische Entwicklung in den ersten Jahren stark beeinflusst hat. Bereits seit 2005 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin und betreibt seit 15 Jahren eine eigene Malschule. Zusätzlich arbeitet sie als Dozentin in der Erwachsenenbildung der VHS und anderen Institutionen in der Kunstvermittlung. 2014 hat sie das „Kunsthaus Nordstemmen“ initiiert. 2015 wurde sie Gründungsmitglied des gleichnamigen Kunstvereins. Außerdem ist sie unter anderem Mitglied in der Künstlervereinigung GEDOK Hannover-Niedersachsen.
Neelen bevorzugt vor allem das Malen mit Wolle (gefilzte Malerei) und die Acrylmalerei auf Leinwand. Ihre thematischen Schwerpunkte sind abstrakte Landschaften, maritime Motive aber auch Blumen und freie abstrakte Motive. Studium und Ausbildung verbindend, steht sie für eine beeindruckende Symbiose aus traditionellem Textildesign und moderner Medienanwendung. Rick sieht ihre Arbeiten zum einen als Momentaufnahme, deren Entstehung sie als „Spurensuche“ und „Experiment“ empfindet. Andererseits sieht sie sie aber auch als Inspiration, die sie in der Natur und in alltäglichen Dingen findet. „Es ist die Suche nach neuen Wegen. So sind meine Arbeiten verschieden. Sie sind aber immer eine Spiegelung meines Inneren“, so Rick. Eine Botschaft möchte sie aber nicht mit ihren Bildern vermitteln, die somit auch keinen Titel tragen. Folglich hat der Betrachter den Freiraum zur eigenen Interpretation ihrer Werke aus Farbe, Form und Intuition. Bei der Auswahl ihrer Werke für diese Ausstellung hat sich Rick ihrer Freundin Neelen thematisch angepasst, wie sie berichtet. Und so zeigt sie Acrylmalerei sowohl mit abstrahierten und maritimen Landschaften als auch mit floralen Motiven.
Gezeigt wird die Ausstellung vom 1. Juli bis 2. August. Die Vernissage findet am Samstag, 4. Juli um 15.30 Uhr statt. Geöffnet ist die Ausstellung mittwochs bis freitags jeweils von 14 bis 17 Uhr, samstags und sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr. Eintritt frei.