Debatte um Steinhuder Meer | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Debatte um Steinhuder Meer

Aus der Vogelperspektive: Segler bei einer Wettfahrt des Segel-Clubs Steinhuder Meer. (Archivbild: privat)
Aus der Vogelperspektive: Segler bei einer Wettfahrt des Segel-Clubs Steinhuder Meer. (Archivbild: privat)
Aus der Vogelperspektive: Segler bei einer Wettfahrt des Segel-Clubs Steinhuder Meer. (Archivbild: privat)
Aus der Vogelperspektive: Segler bei einer Wettfahrt des Segel-Clubs Steinhuder Meer. (Archivbild: privat)
Aus der Vogelperspektive: Segler bei einer Wettfahrt des Segel-Clubs Steinhuder Meer. (Archivbild: privat)

Die Diskussion über die Zukunft des Steinhuder Meeres gewinnt vor der Kommunalwahl weiter an Bedeutung. SPD, FDP und CDU haben in den vergangenen Tagen eigene Vorschläge und Termine vorgestellt, die sich mit der Entwicklung des Gewässers und der Meerregion befassen. Auslöser der aktuellen Debatte ist die Veröffentlichung des zweiten Teils des Seeentwicklungsplans durch die Region Hannover. Die SPD Wunstorf sieht sich dadurch in zentralen Punkten ihres Masterplans „Zukunft Steinhude“ bestätigt. Insbesondere die vorgesehene Ausweitung der Entschlammung werde begrüßt.

Mit Masterplan (v.li.): Martin Ehlerding, Phillip Nülle, Frank Löffler, Kristof Mertens, Florian Wulf und Nils Hoffmann. (Foto: tau)

Zukunft für Steinhude

Die SPD will neuen Schwung in die Entwicklung Steinhudes bringen und hat dafür einen Masterplan vorgestellt. Er soll zentrale Themen bündeln, klare Schritte vorgeben und die Umsetzung beschleunigen. Ziel ist es, Stillstand zu beenden und konkrete Projekte voranzutreiben.

Der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Martin Ehlerding, spricht sich für die Einrichtung einer gemeinsamen Projektsteuerungsgruppe von Stadt Wunstorf, Region Hannover und Land Niedersachsen aus. „Wenn Verantwortung und Finanzierung auf mehrere Ebenen verteilt sind, braucht es auch eine gemeinsame Steuerung.” Unterstützung erhält dieser Ansatz von der SPD-Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin, Eva Bender, sowie der Wunstorfer Regionsabgeordneten Frauke Meyer. Beide werben für eine engere Zusammenarbeit von Stadt, Region und Land. „Das Steinhuder Meer ist weit mehr als ein Wunstorfer Thema. Es ist von großer Bedeutung für die gesamte Region Hannover und darüber hinaus”, so Bender.

FDP fordert Task-Force zur Entschlammung

Auch die FDP macht das Steinhuder Meer zu einem zentralen Thema. Beim Sommerfest der FDP-Stadtverbände Wunstorf und Neustadt in den Strandterrassen erinnerte der niedersächsische FDP-Landesvorsitzende Gero Hocker daran, dass sich die Liberalen seit Jahren für eine umfassende Entschlammung des Gewässers einsetzten. Ein entsprechender Antrag der damaligen FDP-Landtagsfraktion sei bereits 2019 gescheitert. Der Wunstorfer Regionsabgeordnete Daniel Farnung verwies auf einen Antrag der FDP in der Regionsversammlung für einen „Masterplan Entschlammung“, der aber keine Mehrheit gefunden habe. Für die Zeit nach der Kommunalwahl schlägt die FDP die Einrichtung einer „Task-Force Entschlammung Steinhuder Meer“ vor. Beteiligt werden sollen unter anderem Vertreter des Amts für regionale Landesentwicklung, der Region Hannover sowie der Städte Wunstorf und Neustadt. Der Neustädter FDP-Stadtverbandsvorsitzende Arne Wotrubez sagt: „Das Thema muss zur Chefsache gemacht werden. Wir haben hier kein Erkenntnisdefizit, sondern ein Umsetzungsdefizit.”

CDU lädt zu Informationsveranstaltung ein

Die CDU setzt auf Information und Diskussion. Für Montag, 17. August, lädt sie um 16.30 Uhr zu einer öffentlichen Veranstaltung in die Strandterrassen ein. Im Mittelpunkt stehen die zunehmende Verschlammung des Sees, die langfristige Sicherung des Natur- und Erholungsgebiets sowie mögliche Beiträge der Europäischen Union. Als Gast wird der Europaabgeordnete David McAllister erwartet. Neben Fragen des Natur- und Gewässerschutzes sollen auch Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten für künftige Maßnahmen vorgestellt werden. Anschließend ist eine öffentliche Diskussion vorgesehen. Auch die SPD Steinhude setzt ihre Informationsangebote fort. Für Mittwoch, 5. August, laden die Genossen ab 18 Uhr zu einer Boostfahrt ein. Dabei sollen der Masterplan Steinhude, das geplante Sport- und Kulturzentrum sowie Fragen der Verkehrsführung diskutiert werden.


André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)
Freiberuflicher Journalist
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