Die Corvinus-Gemeinde lädt im Rahmen ihrer Reihe „Auf einen Kaffee“ zu drei besonderen Sonntagsveranstaltungen ein, bei denen Kirche als gelebte Gemeinschaft erfahrbar wird. Jeweils um 10 Uhr treffen sich Interessierte in den Gemeinderäumen in der Arnswalder Straße 20 zu einer offenen Stunde mit Austausch bei Kaffee, Tee und Keksen. Zum Auftakt am 12. April steht das diakonische Handeln im Mittelpunkt. Kirchenkreiskoordinatorin Janet Breier gibt Einblicke in die vielfältigen Arbeitsfelder der Diakonie im Kirchenkreis. Sie berichtet von Beratungsangeboten, sozialen Hilfen und Projekten, die Menschen in schwierigen Lebenslagen begleiten. Diakonie wird dabei als gelebte Nächstenliebe sichtbar – inspiriert vom biblischen Bild des barmherzigen Samariters.
Am 17. Mai geht es um praktische Unterstützung im Alltag. Zu Gast ist Carina Knoke, Leiterin des Kleiderladens Wunstorf. Sie erläutert, wie der Laden organisiert ist, wer dort einkauft und warum das Angebot für viele Menschen eine wichtige Hilfe darstellt. Der Kleiderladen verbindet ökologische Verantwortung mit sozialem Engagement: Gut erhaltene Kleidung wird weitergegeben, Ressourcen werden geschont und Menschen mit kleinem Budget erhalten Zugang zu guter Kleidung. Zugleich ist der Laden ein Ort der Begegnung, an dem Kirche ganz praktisch im Alltag sichtbar wird.
Den Abschluss der Reihe bildet der Termin am 31. Mai. Ursula Jungbluth, Leiterin der Tafel, berichtet aus ihrer Arbeit. Sie schildert die Organisation der Lebensmittelausgabe, die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen und die Begegnungen mit den Menschen, die zur Tafel kommen. Die Tafel ist ein Ort des Teilens: Lebensmittel, Zeit, Aufmerksamkeit und Gemeinschaft werden weitergegeben. Hier zeigt sich Kirche als Raum, in dem niemand allein gelassen wird und aus praktischer Hilfe echte Nähe entsteht. „Auf einen Kaffee“ versteht sich als offene Stunde der Begegnung. Menschen kommen miteinander ins Gespräch, teilen Erfahrungen und erleben Kirche als lebendige Gemeinschaft. Die Veranstaltungen dauern etwa eine Stunde und sind offen für alle, die neugierig sind, wie Diakonie vor Ort wirkt.