25 Jahre vhs Hannover Land | Wunstorfer-Stadtanzeiger

13.10.2026 21:06

25 Jahre vhs Hannover Land

25 Jahre vhs: Empfang im Foyer der Hauptgeschäftsstelle in Neustadt. (Foto: privat)
25 Jahre vhs: Empfang im Foyer der Hauptgeschäftsstelle in Neustadt. (Foto: privat)
25 Jahre vhs: Empfang im Foyer der Hauptgeschäftsstelle in Neustadt. (Foto: privat)
25 Jahre vhs: Empfang im Foyer der Hauptgeschäftsstelle in Neustadt. (Foto: privat)
25 Jahre vhs: Empfang im Foyer der Hauptgeschäftsstelle in Neustadt. (Foto: privat)

Die vhs Hannover Land hat in Neustadt ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Gäste aus Politik und Bildungswesen sowie Kooperationspartner und Mitarbeiter blickten auf ein Vierteljahrhundert gemeinsamer Bildungsarbeit in Burgwedel, Garbsen, Neustadt, der Wedemark und Wunstorf zurück. Im Mittelpunkt standen die Bedeutung der Volkshochschule für Chancengerechtigkeit und Demokratie sowie persönliche Erfahrungen mit der Einrichtung. „Es ist toll und zugleich bewegend für mich zu sehen, bei wie vielen Menschen die vhs in den vergangenen 25 Jahren eine wichtige Rolle im Leben gespielt hat, wenn es um berufliche Weiterbildung, neue Fähigkeiten und Begegnungen mit anderen Menschen ging“, sagte Verbandsgeschäftsführerin Claudia Möller. Die Volkshochschule solle auch künftig ein Ort der Begegnung, der Neugier und des Entdeckens bleiben.

Die Vorsitzende der Zweckverbandsversammlung, Marlies Jasiniok, eröffnete den Empfang mit einem persönlichen Rückblick. Ihre Verbindung zur Volkshochschule begann nach der Familiengründung mit einem Jahreskurs. Daraus habe sich ihr weiterer beruflicher Weg entwickelt. Jasiniok würdigte zudem die Zusammenarbeit der fünf Kommunen. Unterschiedliche Erwartungen und die räumliche Entfernung zwischen den Standorten seien Herausforderungen gewesen, die gemeinsam bewältigt worden seien. Die Mitglieder der Zweckverbandsversammlung hätten dazu beigetragen, die Interessen der Volkshochschule in den politischen Gremien ihrer Städte und Gemeinden zu vertreten.

Bildung stärkt Demokratie

Niedersachsens Wissenschafts- und Kulturminister Falko Mohrs übermittelte seine Glückwünsche per Videobotschaft. Er hob die langjährige Zusammenarbeit im Zweckverband hervor und betonte, dass Erwachsenenbildung von Menschen lebe. Die Stärke der Volkshochschulen liege darin, Räume für demokratische Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu schaffen. Gleichzeitig ermunterte er die vhs, offen für Veränderungen zu bleiben. Ute Lamla, stellvertretende Präsidentin der Region Hannover, richtete den Blick auf die Zukunft und die Bedeutung lebenslangen Lernens. Als ehemalige Berufsberaterin habe sie einen besonderen Bezug zum Thema Bildung. Berbel Unruh, Direktorin des Landesverbands der Volkshochschulen in Niedersachsen, betonte den Anspruch der 56 niedersächsischen Volkshochschulen, Bildung für alle anzubieten. Das Programm der vhs Hannover Land zeige die Vielfalt dieses Auftrags. Am Beispiel des Angebots „Allein wäre ich nicht gegangen“ machte sie deutlich, dass Bildung auch gesellschaftliche Teilhabe und demokratische Mitwirkung ermögliche.

Blick auf Chancengerechtigkeit

Unter dem Titel „Bildung für alle?! – Volkshochschulen und Chancengerechtigkeit“ sprach Professorin Dr. Christine Zeuner von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg über die gesellschaftliche Verantwortung der Volkshochschulen. Sie erinnerte daran, dass diese gegründet worden seien, um Bildungsungerechtigkeit entgegenzuwirken und Bildung für breite Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen. Wer Chancengerechtigkeit stärken wolle, müsse unterschiedliche Lebenssituationen berücksichtigen und Zugänge zu Bildungsangeboten schaffen, sagte Zeuner.

Ausstellung

Im Foyer zeigte die Ausstellung „25 Jahre – 25 Geschichten“ Erinnerungen, Anekdoten und Erfahrungen aus einem Vierteljahrhundert vhs Hannover Land. Anschließend ließen die Gäste den Abend bei Gesprächen ausklingen.


    André Tautenhahn (tau)
    André Tautenhahn (tau)
    Freiberuflicher Journalist
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