Mit zahlreichen Gästen hat der Schulsanitätsdienst (SSD) des Hölty-Gymnasiums zusammen mit seinem Kooperationspartner der Johanniter Unfall-Hilfe in der Pausenhalle sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Als der SSD vor 20 Jahren am Hölty eingerichtet wurde, leisteten die Verantwortlichen echte Pionierarbeit. Denn für dieses Engagement gab es keine Blaupause. Das Hölty war die erste Schule, an der ein SSD eingerichtet wurde, wie Thomas Silbermann, Ortsbeauftragter der Johanniter, rückblickend ausführt. Daher gilt sein Dank auch besonders den Lehrern und Schülern, die sich auf diese Pionierarbeit eingelassen haben. Auch Timo Brüning, Fachbereichsleiter Ehrenamt und Jugend im Ortsverband der Johanniter, erinnert an die Anfänge. Vor allem an die Menschen, die die Idee dazu hatten. Aber von der Idee bis zur Realisierung dauerte es dann doch etwas. Bei ersten Treffen wurde überlegt, was man alles benötigt, um einen SSD einzurichten. Am 1. September 2006 wurde dann der Kooperationsvertrag unterschrieben. Dabei erinnert Brüning auch daran, dass zwar eine Arbeitsgemeinschaft gegründet wurde, aber in der Folgezeit eine Gemeinschaft entstand. Und so verwundert es auch nicht weiter, dass viele Ehemalige zu diesem Festakt kamen.
Heute ist der SSD aus dem Schulalltag nicht mehr weg zu denken. Sportveranstaltungen, Projekttage oder Schulfeste wären ohne den SSD mittlerweile undenkbar. Manchmal fehlt nur ein Pflaster für eine Wunde, manchmal geht es aber nicht mehr weiter. Der SSD muss sich um eine Krankmeldung kümmern. Auch Gespräche helfen in der einen oder anderen Krisensituationen. Auf jeden Fall haben die Mitglieder des SSD gelernt, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere einzusetzen. Drei Eigenschaften, die auch Schulleiter Robert Conrad hervorhebt. Nicht wenige haben nach ihren Anfängen im Schulsanitätsdienst den Weg ins Berufsleben gefunden. Unter den Ehemaligen befinden sich heute Ärzte, Notfallsanitäter, Feuerwehrleute, Physiotherapeuten oder medizinische Fachangestellte. Aktuell könnte der SSD noch ein paar mehr Mitglieder haben, wie Lehrer Mirko Schäfer ausführt. Er betreut das Team der Ehrenamtlichen am Hölty.