Insekten im Sommer | Wunstorfer-Stadtanzeiger

26.06.2026 07:51

Insekten im Sommer

Der Fundort eines Nestes des Eichenprozessionsspinners befindet sich in Steinhude, An der Trift. (Foto: © OpenStreetMap Mitwirkende/Bildmontage)
Der Fundort eines Nestes des Eichenprozessionsspinners befindet sich in Steinhude, An der Trift. (Foto: © OpenStreetMap Mitwirkende/Bildmontage)
Der Fundort eines Nestes des Eichenprozessionsspinners befindet sich in Steinhude, An der Trift. (Foto: © OpenStreetMap Mitwirkende/Bildmontage)
Der Fundort eines Nestes des Eichenprozessionsspinners befindet sich in Steinhude, An der Trift. (Foto: © OpenStreetMap Mitwirkende/Bildmontage)
Der Fundort eines Nestes des Eichenprozessionsspinners befindet sich in Steinhude, An der Trift. (Foto: © OpenStreetMap Mitwirkende/Bildmontage)

Gerade im Sommer hält man sich gerne im Freien auf. Allerdings begegnet einem da schon mal das eine oder andere Insekt wie Stechmücken, Wespen oder sogar Hornissen begegnen würden. Manche Begegnungen verlaufen eher harmlos, bei anderen besteht akuter Handlungsbedarf. Über den richtigen Umgang mit stechenden Insekten informiert jetzt ein Infoblatt der Stadt.

Sicherlich ist jedem schon einmal die Gemeine oder auch Deutsche Wespe begegnet, da sie auch gerne an den Tisch kommt. Ein akuter Handlungsbedarf besteht hier nur bei Allergien, in Kitas oder ähnlichen Einrichtungen. Das gleiche gilt auch für die europäische Hornisse. Ebenfalls kein akuter Handlungsbedarf besteht bei Feldwespe, Erdhummel und Sandbiene (eine Wildbiene). Letztere mag sandige Böden wie sie zum Beispiel auf Spielplätzen vorkommen. Auch bei Honigbienen besteht kein Handlungsbedarf. Gelegentlich tauchen sie als Schwarm auf, verschwinden aber nach kurzer Zeit von alleine wieder. Bei Sichtung kann man den Imkerverein oder die Schwarmhotline anrufen. Bei Fragen zu allen anderen Insekten gibt der Fachbereich Stadtgrün per E-Mail an stadtgruen@wunstorf.de oder per Telefon unter 05031/101-415 Auskunft.

Asiatische Hornisse

Im Gegensatz zur europäischen Hornisse ist die asiatische Hornisse ein Schädling und kein Nützling. Sie stammt aus Südostasien und ist damit eine invasive, gebietsfremde Art in Europa. Im Frühjahr bauen ihre Jungköniginnen meistens bodennah und wettergeschützt sogenannte Primärnester. Gefragte Bauplätze befinden sich auch in Hecken oder unter Dächern und an Schuppen. Dort schlüpfen dann die ersten Arbeiterinnen. Ab Juli/August wird bei circa 70 Prozent der Nester zusätzlich ein Sekundärnest in einer Baumkrone gebaut. Dies kann dann tausende Hornissen beherbergen, aus denen dann mehrere Jungköniginnen hervorgehen. Diese bauen dann im nächsten Frühjahr neue Nester. Als invasive Art verteidigt die asiatische Hornisse ihr Revier, verdrängt einheimische Arten und beeinträchtigt so die heimische Biodiversität. Da eine dauerhafte Beseitigung nicht mehr möglich ist, kann der Schaden für Ökologie und Wirtschaft nur noch mit Hilfe der Bevölkerung minimiert werden. Wer eine asiatische Hornisse oder ein entsprechendes Nest sichtet, soll zunächst einmal Abstand halten. Dann möglichst ein Video oder Foto erstellen und die Sichtung der Unteren Naturschutzbehörde melden unter naturschutz@region-hannover.de oder 0511/616-21054.

Eichenprozessionsspinner

Begünstigt durch den Klimawandel breitet sich der Eichenprozessionsspinner stark aus. Dabei handelt es sich um einen Nachtfalter. Für den Menschen und Tiere wie Hunde gefährlich sind die sogenannten Brennhaare seiner Raupe. Sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Bei Kontakt kann es zu heftigen Reaktionen kommen, die von extremen Juckreiz, Hautausschlägen bis zu seltenen (aber schweren) allergischen Schocks reichen. Die meisten Haare haben die Raupen im Juni und Juli. Sie können bis zu 500 Meter durch die Luft fliegen. Zu betroffenen Bäumen sollte man daher einen Abstand von zehn bis fünfzehn Metern halten. Für einheimische Vögel wie Meise, Kuckuck, Rotkehlchen oder Wiedehopf sind sie eine Delikatesse.

Erstmalige Sichtung

Im Rahmen der routinemäßigen Baumkontrollen hat das städtische Kontrollteam erstmals ein Nest des Eichenprozessionsspinners im Stadtgebiet entdeckt. Der Fundort befindet sich in Steinhude, An der Trift. Das betroffene Nest wird kurzfristig durch eine spezialisierte Fachfirma fachgerecht abgesaugt und entsorgt, um mögliche Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung zu minimieren. Informationen zum Eichenprozessionsspinner, zu seiner Lebensweise sowie zu empfohlenen Verhaltensregeln stellt die Region Hannover auf ihrer Internetseite bereit – darunter ein ausführlicher Steckbrief und Antworten auf häufige Fragen.


    Verena Walter-Bockhorn (wb)
    Verena Walter-Bockhorn (wb)
    Freie Journalistin
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