Die Region Hannover hat das neue Sozialmonitoring online gestellt und bietet damit detaillierte Einblicke in die sozialen Entwicklungen aller 21 Kommunen. Die aktualisierte Plattform mit Daten aus dem Jahr 2024 ist ab sofort unter www.hannover.de/sozialplanung-rh abrufbar. Parallel dazu erhielten alle Städte und Gemeinden aktualisierte Sozialstrukturprofile.
Das Sozialmonitoring umfasst rund 100 Kennzahlen zu zentralen Themen wie Bevölkerungsstruktur, Armutsgefährdung, Bildung, Arbeitsmarkt, Teilhabe und Gesundheit. Die Daten sind interaktiv abrufbar, nach Kommunen filterbar und ermöglichen individuelle Auswertungen. Zeitreihen über bis zu zehn Jahre sowie Kommunalprofile machen regionale Vergleiche und Trends sichtbar. Die Kennzahlen dienen als Grundlage für Entscheidungen in Jugendpolitik, Sozialplanung, Prävention und Bildungsarbeit.
„Das Sozialmonitoring zeigt uns sehr klar, wo wir gut vorankommen – und wo wir gezielt nachsteuern müssen“, betont Andrea Hanke, Dezernentin für Soziales, Teilhabe, Familie und Jugend. Sie unterstreicht die Bedeutung der Datenbasis als zentrales Steuerungsinstrument für die Sozialpolitik. Die Zahl der unter 18-Jährigen ist 2024 um 467 Personen gesunken und liegt nun bei 198.660 – das sind 16,5 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Zahl der Alleinerziehenden-Haushalte sinkt leicht auf 26.542. Besonders hohe Anteile verzeichnen Hannover (26 Prozent), Seelze (23 Prozent) und Laatzen (22 Prozent). Bedarfsgemeinschaften mit Kindern unter 18 Jahren gehen ebenfalls zurück: von 16,7 Prozent im Jahr 2023 auf 16,0 Prozent im Jahr 2024. Auch die Zahl junger Menschen, die Mindestsicherungsleistungen beziehen, sinkt von 40.570 auf 38.674 – das entspricht 19,5 Prozent der unter 18-Jährigen. Die niedrigsten Quoten gibt es in Wedemark, Hemmingen und Burgwedel.
Die Zahl der Schüler mit festgestelltem Förderbedarf steigt auf 9.055 Fälle. 61,9 Prozent dieser Schüler werden inklusiv beschult – ein Plus von 235 Kindern. Besonders hohe Quoten weisen Pattensen und Burgwedel auf. Im Schuljahr 2023/24 verließen 921 Jugendliche die Schule ohne Abschluss (8,3 Prozent). 91,7 Prozent erreichten einen Abschluss: 38,7 Prozent Hochschulreife, 35 Prozent Realschulabschluss und 12,8 Prozent Hauptschulabschluss. 31,8 Prozent der 15- bis 24-Jährigen sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt – ein stabiler Wert. Die Zahl der Auszubildenden steigt auf 13.247. Besonders ausbildungsorientiert zeigen sich Pattensen und Wennigsen.