Ein Abend, der bewegt | Wunstorfer-Stadtanzeiger

04.03.2026 09:45

Ein Abend, der bewegt

Rossi Niehus (li.) und Marija Giessen: Ein nachdenklicher Abend über die Gesundheitsversorgung in Uganda.  (Foto: gi)
Rossi Niehus (li.) und Marija Giessen: Ein nachdenklicher Abend über die Gesundheitsversorgung in Uganda. (Foto: gi)
Rossi Niehus (li.) und Marija Giessen: Ein nachdenklicher Abend über die Gesundheitsversorgung in Uganda. (Foto: gi)
Rossi Niehus (li.) und Marija Giessen: Ein nachdenklicher Abend über die Gesundheitsversorgung in Uganda. (Foto: gi)
Rossi Niehus (li.) und Marija Giessen: Ein nachdenklicher Abend über die Gesundheitsversorgung in Uganda. (Foto: gi)

Rappelvoll war die Abtei mit überwiegend Besucherinnen, um sich den Vortrag von Frauenärztin Rossi Niehus über die „Medizinische Hilfe, die bewegt – Ein Abend über Erfahrungen aus Uganda“ anzuhören. Die Ärztin nahm ihr Publikum mit auf eine beeindruckende Reise in eine ländliche Region im Osten Ugandas. Rossi Niehus war 27 Jahre in Wunstorf in eigener Praxis tätig. Ihre erste Afrikaerfahrung hatte sie während ihrer Facharztausbildung, die sie für vier Jahre für ihren Einsatz bei dem Notärztekomitee Kap Anamur im Tschad unterbrach. Nun berichtete sie in einem einmaligen Vortrag von einem German Doctors-Projekt über die schwierigen Bedingungen in Uganda. Sie zeigte das große Engagement, den Zusammenhalt der Menschen und die Kraft gemeinsamer Lösungen auf.

Ihre eindrucksvollen Fotos gewährten Einblicke in das Leben der Menschen, die Vielfalt des Landes sowie die Arbeit von German Doctors, einer Organisation, die sich nachhaltig für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Uganda und anderen Ländern einsetzt. Musikalisch begleitete der Chor „Singin’Friends“ aus Klein Heidorn den Abend mit Liedern aus verschiedenen afrikanischen Regionen und sorgte für eine außergewöhnliche Stimmung. Der Lohn war prasselnder Beifall.

Rossi Niehus zeigte sich gerührt von der großen Resonanz und dem Interesse aus der lokalen Gemeinschaft. „Es macht Mut zu sehen, dass viele Menschen in Wunstorf und deutschlandweit bereit sind, über den Tellerrand hinauszuschauen und die Herausforderungen anderer wahrzunehmen.“ Marija Giessen, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wunstorf, sagte: „Mich hat die Ruhe, die positive Energie und die Offenheit der Menschen in Uganda sehr beeindruckt. Besonders wichtig ist, dass die Zusammenarbeit auf Augenhöhe erfolgt und welche Erfahrungen solche Einsätze einem selbst zurückgeben. Die Sterberate von Frauen während der Geburt ist dort leider hoch, und die Bedingungen sind alles andere als einfach.“

Der Abend wurde von Rossi Niehus in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Wunstorf organisiert. Die Getränke wurden von der Firma Niehus Fahrzeugbau gespendet. Durch den Verkauf und die Großzügigkeit der Gäste wurden rund 1.000 Euro für German Doctors gesammelt. Die Frauenärztin ist erst seit wenigen Wochen aus Uganda zurück und plant bereits ihren nächsten Einsatz im September.


Hans-Heiner Giebel (gi)
Hans-Heiner Giebel (gi)
Freier Journalist
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