Die Firma Alstom hat weitere Lieferverzögerungen (zum vierten Mal) für die Auslieferung neuer Fahrzeuge bekanntgegeben. Aus diesem Grunde läuft weiterhin das Ersatzkonzept für die Fahrzeuge im Expresskreuz. Ursprünglich sollten für die Deutsche Bahn (DB) bereits im Dezember 2024 insgesamt 34 neue Doppelstockzüge für das Expresskreuz bereitstehen. Die Fahrzeuge bestellte das Land Niedersachsen, Betreiber der Strecken ist die DB. Um die Auswirkungen für Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, hat die DB mit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) ein Ersatzkonzept erarbeitet, das wurde bereits im März 2025 bekanntgegeben.
DB und LNVG bedauern die Unannehmlichkeiten für Reisende, die aufgrund der Lieferverzögerungen entstehen. Auf der RE1 (Hannover–Bremen–Oldenburg–Norddeich Mole) bleiben die bekannten roten Doppelstockzüge im Einsatz, sie sollen im Dezember ersetzt werden. Es kann dort zu Einschränkungen bei der Nutzung des W-LAN kommen. Laut der LNVG werden diese Züge im Dezember 2026 durch die neuen Doppelstocktriebzüge von Alstom ersetzt. Auf der RE8 (Hannover–Bremen–Bremerhaven-Lehe) werden sukzessive seit Ende November Fahrzeuge der Baureihe ET 442 (zwei- bis fünfteilig) eingesetzt. Die Zahl der Sitzplätze muss auf einem Großteil der Fahrten reduziert werden, da es keine Ersatzzüge mit ausreichender Platzzahl gibt, zudem ist kein W-LAN verfügbar.
Besonders ab Wunstorf sind die Triebzüge (kein Doppelstockwagen) rappelvoll. Ein Umfallen ist unmöglich. Laut LNVG sollen diese Fahrzeuge ab Sommer durch Neufahrzeuge abgelöst werden. Mobilitätseingeschränkten Fahrgästen wird für alle Linien empfohlen, sich im Vorfeld bei der Mobilitätszentrale (MSZ) anzumelden. Infos und Kontaktmöglichkeiten zur MSZ: https://www.bahn.de/service/individuelle-reise/barrierefrei.