Fackelschein und Musik | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Fackelschein und Musik

Einmalig: Der Zapfenstreich zum Steinhuder Schützenfest. (Foto: gi)
Einmalig: Der Zapfenstreich zum Steinhuder Schützenfest. (Foto: gi)
Einmalig: Der Zapfenstreich zum Steinhuder Schützenfest. (Foto: gi)
Einmalig: Der Zapfenstreich zum Steinhuder Schützenfest. (Foto: gi)
Einmalig: Der Zapfenstreich zum Steinhuder Schützenfest. (Foto: gi)

Das zehnte Mal fand der „Große Zapfenstreich“ auf dem ehemaligen Ratskellergelände statt, davor war es der Bereich um die Friedenseiche. Das Wetter spielte erneut mit, mehrere hundert Einheimische und Gäste waren dabei, sich die einzigartige Zeremonie anzusehen und anzuhören. „Es gibt keinen besseren Veranstaltungsort als das ehemalige Ratskellergelände. Dazu kommt noch der Blick auf das Steinhuder Meer mit dem Sonnenuntergang“, sagte Schützenoberst Stephan Meuter. Es ist eine langjährige Tradition, zum Beginn des Schützenfestes in Steinhude den Zapfenstreich in der Abenddämmerung aufzuführen. Schützenbataillon und Bürgerbataillon traten an der Straße Am Graben an und marschierten zum Ratskellergelände, Mitglieder der Ortswehr Steinhude bereicherten mit Fackeln den Zapfenstreich.

Schützenleutnant Jörg Salge meldete zum ersten Mal dem Schützenoberst den Zapfenstreich angetreten. Er wurde musikalisch begleitet von den Spielleuten des Musikzuges Steinhude und dem Blasorchester „Die Original Calenberger“. Der Zapfenstreich besteht aus mehreren Teilen, in denen sich die Signale der einzelnen Heeresgattungen wiederfinden. Während der „Serenade“ können die Besucher applaudieren, während des Zapfenstreiches bis zur Hymne allerdings nicht. Bei dem Großen Zapfenstreich handelt es sich um einen Zapfenstreichermarsch, dem eine Ankündigung durch einen langen Wirbel der Trommler unter einem Triller der Pfeifen vorangeht. Der Zapfenstreich war ursprünglich das musikalische Signal, auf das hin in den Soldatenlagern die Schankfässer geschlossen wurden und die Soldaten sich in die Quartiere begeben mussten. Der Große Zapfenstreich ist schon seit Mitte des 18. Jahrhunderts für Residenzen, Festungen und Feldlager nachweisbar.


Hans-Heiner Giebel (gi)
Hans-Heiner Giebel (gi)
Freier Journalist
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