Es waren drei tolle Schützenfesttage mit viel Spaß und bester Stimmung, besondere Vorkommnisse gab es nicht, es war alles friedlich. Gut besucht war der Freitagabend und noch voller soll es am Sonnabend im Zelt gewesen seien. Dazu trugen in erheblichem Maße auch die musikalischen „Zutaten“ mit Lokalmatador DJ Ruven Rintelmann am Freitag, DJ Lars Engel am Sonnabend (die Liveband „Offbeat“ sagte aus Krankheitsgründen ab) und die Blaskapelle „Böhmisch0511“, die zum Essen am Sonntag begeisterte, bei. In der Graf-Wilhelm-Straße nahmen alle Beteiligten Aufstellung zum historischen Rundmarsch durch Steinhude.
Schützenoberst Stephan Meuter und Schützenoberstleutnant Maik Hoppe begrüßten die Zuschauer und die Angetretenen. Hoppe erzählte die Geschichte von einer Schiffsreise über den großen Teich. Er meinte damit das Steinhuder Meer, am Steuer des Bootes war Stephan Meuter. Es sei ein Unwetter aufgezogen, doch Meuter habe alle Mitfahrenden sicher an das Ufer gebracht. Dafür ernannte der Schützenoberstleutnant Meuter zum „Kapitän zur See“. Es gab auch die entsprechende Kapitänsmütze und eine Sonnenbrille. Nach der Verdonnerung von vier Schützen und einem Mitglied des SC Steinhude wegen eines unrühmlichen Verhaltens setzte sich der historische Rundgang in Bewegung. Der wurde dieses Mal zwei Stunden später auf 13 Uhr verlegt. Leider war das Wetter nicht so prall, in der Bleichenstraße gab es einen kräftigen Regenschauer.
An der Spitze waren der Musikzug Steinhude, der Kommandeur, die Fahnenkommandos Schützenfahne und Bürgerfahne, es folgten Bürgerbataillon, Bürgerkompanie Großenheidorn, Steinhuder Schützen und befreundete Schützenvereine aus der Umgebung, die Feuerwehr sowie verschiedene Gruppen und Vereine aus dem Ort und darüber hinaus. Wer nicht zu Fuß ging, der nahm auf einem von zahlreichen Traktoren gezogenen Anhängern Platz. Herausragend und farbenfroh waren erneut die Wagen des Damen- und Herrenzuges sowie der Schützenjugend. Die Herren hatten als Thema „Heavey Metal“, der Damenzug versetzte sich mit ihren Kostümen in eine „venezianische Nacht“. Die Jugend des Schützenvereins hatte sich die „Minions“ zum Thema gemacht. Überhaupt genießt der historische Umzug ein Alleinstellungsmerkmal nicht nur unter den Schützenfesten in Wunstorf, sondern auch in der näheren Umgebung.