Der Verein Tagestreff Wunstorf feierte seinen 30. Geburtstag. Es begann mit einer Andacht in der St. Johannes-Gemeinde von Superintendent Rainer Müller-Jödicke, anschließend folgte in den Räumen des Tagestreffs ein Empfang der Gäste. Es gab Rückblicke und Grußworte, die die Arbeit des Förderkreises würdigten. An die Gründung vor 30 Jahren im Mai erinnert sich Eckhard Jeschke. Es kamen Mitglieder des Rates der Stadt, der Kirchen und aus der Wohnungswirtschaft zusammen, um über die Probleme von ärmeren Menschen zu sprechen. Die Diakonie betrieb bereits einen Tagestreff, doch habe es finanzielle Probleme gegeben. Die Mittel reichten nur für einen Sozialarbeiter, es seien aber zwei nötig gewesen.
Im Mai 1996 war es dann so weit, es wurde der Förderkreis für Wohnungslose gegründet. Dazu gehörten Eckhard Jeschke, Claus Dieter Henkelmann und Kurt Rehkopf. „Spontan erklärten sich 50 Wunstorfer bereit, dem Förderkreis beizutreten“, sagte Jeschke. Die Vorsitzende Carina Hausmann bekräftigte, dass es noch immer einen Bedarf für den Förderkreis mit seinen Räumlichkeiten gäbe. „Es haben sich die Menschen verändert, die zu uns kommen“, so Hausmann. Gab es vor 30 Jahren noch den klassischen Berber, bräuchten die Menschen jetzt Hilfen, die sofort nicht sichtbar seien. Das sei zum einen die Bedrohung vor Armut oder psychische Hilfe. Hausmann dankte besonders den vielen freiwilligen Helfern. Als Beispiel dafür nannte sie die Öffnung in den Wintermonaten mit der Versorgung von Essen.