Ortsbrandmeister Thomas Sadocco kandidierte auf der Dienstversammlung der Ortswehr im Gasthaus Küker nicht wieder. 18 Jahre lang steht Sadocco an vorderster Stelle der Großenheidorner Ortswehr, er wird sein Amt zum 30. Juni 2026 beenden. Geräuschlos und ohne Probleme verlief die Wahl des neuen Ortsbrandmeisters. Zur Wahl stand der stellvertretende Ortsbrandmeister Florian Kauke, der seit einem Jahr im Amt ist. Er erhielt in schriftlicher Abstimmung 45-mal ein Ja bei einer Enthaltung. Die Teilnehmer der Versammlung standen nach Verkündung des Ergebnisses auf und applaudierten.
Weil nun die Stelle des stellvertretenden Ortsbrandmeisters vakant wurde, stand ebenfalls eine Neuwahl an. Ruven Rintelmann wurde vorgeschlagen, er wurde mit 42 Ja bei vier Enthaltungen (eine war nach seiner Aussage die eigene) gewählt. Ebenfalls erhoben sich die Anwesenden und applaudierten. Rintelmann ging nach vorn und sagte: „Ich habe Bock darauf, mit allen auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten.“ Beide Ergebnisse sind nicht selbstverständlich, sie zeigen das gute kameradschaftliche Verhältnis in der Ortswehr. Thomas Sadocco dankte Florian und Ruven, dass sie sich für die Ämter zur Verfügung gestellt haben. „Ich bin überzeugt, dass ihr gut zusammenarbeiten werdet“, sagte der Ortsbrandmeister. Als er das Amt übernahm, wurde ihm gesagt, dass es nicht viel Zeit in Anspruch nehme. Aber es sei so nicht, an jedem Tag gebe es was zu erledigen. Immer neue Verordnungen und Auflagen müssten bearbeitet werden. Drei Dinge gab Sadocco Florian und Ruven mit auf den Weg: „Man kann es nicht allen recht machen, bei allen Veränderungen ist weniger manchmal mehr und nicht die Aufgaben der Feuerwehr aus den Augen verlieren.“
In einem kurzen Gespräch mit unserer Zeitung im Anschluss an die Versammlung äußerten sich Kauke und Rintelmann. „Für mich war es ein bewegtes Jahr, es wurde viel erreicht. Nun steht ein Generationswechsel vor uns. Meine Erfahrungen als Berufsfeuerwehrmann werden sich bestimmt bei der einen oder anderen Sache nützlich einbringen.“ Rintelmann ist ehrenamtlicher Pressesprecher der Stadtfeuerwehr, beruflich bei Radio ffn tätig, Diskjockey und hat eine Familie. „Ich bin mir durchaus bewusst, dass die neue Aufgabe mehr Zeit kosten wird, aber ich habe Rückhalt in meiner Familie, meine Frau unterstützt mich hervorragend zu Hause und hält mir unfassbar gut den Rücken frei. Ich glaube, dass ich gut kann mit den Medien und Leuten und vor allem mit der Feuerwehr. In Großenheidorn sind viele junge Kameradinnen und Kameraden dabei. Aufgewachsen bin ich in Steinhude und seit dem 12. Lebensjahr Mitglied in der Feuerwehr.“ Der bald 37-Jährige wohnt mit seiner Familie in Großenheidorn.