60 Minuten trennen den MTV Großenheidorn noch von seinem großen Ziel. Mit einem Sieg im „Endspiel“ gegen die HSG Schaumburg Nord kann die Mannschaft von Stephan Lux am Samstag, den 25. April (19.30 Uhr) den Aufstieg in die 3. Liga perfekt machen. Entsprechend groß ist die Lust auf das Spiel. „Es wird sehr voll“, weiß Mathias Haase vom Arbeitskreis Handball. Wird die 700-Zuschauer-Marke geknackt? In jedem Fall dürfen sich die Seeprovinzler auf einen Rekordbesuch freuen und die Fans auf einen heißen Handballabend in der Meerfestung einstellen. „Wir bekommen nichts geschenkt“, ist Haase sicher. Ähnlich äußerte sich Lux nach dem Sieg gegen Northeim: „Für die wird es kaum etwas Schöneres geben, als uns beim Aufstieg zuzusehen.“
Zusätzlich motivieren musste der Coach keinen seiner Spieler, vielmehr versuchte er, den Druck von der Mannschaft zu nehmen, denn man dürfe die Partie nicht höher hängen, als sie ist. „Wir hatten eine normale Trainingswoche. Wichtig ist es, im eigenen Rhythmus zu bleiben.“ Das gelang in den drei Einheiten trotz kleinerer Personalprobleme sehr gut. Joel Wolf wurde am Dienstag im Training geschont, wird aber ebenso wie Lars Bergmann (in Cloppenburg fehlte er wegen Problemen mit dem Sprunggelenk) auf die Zähne beißen. „Wir werden vermutlich komplett sein“, bekräftigt Lux. Schließlich trennen den MTV nur noch 60 Minuten vom großen Ziel. Der Optimismus des Trainers ist groß: „Wir sollten grundsätzlich die bessere Mannschaft sein. Die Jungs müssen nur die Ruhe behalten und dürfen nichts erzwingen.“ Dass die Spieler mit Druck umgehen können, zeigten die jüngsten Auftritte gegen Northeim und in Cloppenburg.
Weil es gelang, den vielen Widrigkeiten einer sehr schwierigen Rückrunde zu trotzen, hätte die Mannschaft für Haase den Aufstieg verdient. Sein Wunsch: „Ich hoffe auf einen schönen Abend, der die Saison krönt.“ Eines ist sicher: Wenn das gelingt, wird es eine lange Nacht.