Fünf Jahre Diskussion | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Fünf Jahre Diskussion

Standort und Finanzen sind geklärt: Seit längerer Zeit wünscht sich Wunstorfs Jugend einen Parcours-Park.  (Foto: KI generiertes Bild)
Standort und Finanzen sind geklärt: Seit längerer Zeit wünscht sich Wunstorfs Jugend einen Parcours-Park. (Foto: KI generiertes Bild)
Standort und Finanzen sind geklärt: Seit längerer Zeit wünscht sich Wunstorfs Jugend einen Parcours-Park. (Foto: KI generiertes Bild)
Standort und Finanzen sind geklärt: Seit längerer Zeit wünscht sich Wunstorfs Jugend einen Parcours-Park. (Foto: KI generiertes Bild)
Standort und Finanzen sind geklärt: Seit längerer Zeit wünscht sich Wunstorfs Jugend einen Parcours-Park. (Foto: KI generiertes Bild)

Die Forderung nach einem Calisthenics-Park für Jugendliche hat über Jahre die politische Diskussion geprägt und wird nun umgesetzt. Seit mehr als fünf Jahren wünschen sich junge Menschen in der Stadt eine frei zugängliche Trainingsanlage für Sport und Bewegung. Ein entsprechender Antrag des Jugendparlaments wurde zunächst abgelehnt. Als Begründung wurden unter anderem bereits geplante Projekte sowie fehlende Kostenkalkulationen genannt, so die Vorstandssprecherin der Grünen, Anne Dalig, in einer aktuellen Pressemitteilung. Ihre Partei habe die Idee frühzeitig unterstützt und mehrfach versucht, Mittel für die Planung bereitzustellen. Sowohl im Haushaltsplan 2024 als auch 2025 fanden entsprechende Anträge, für die Planung rund 80.000 Euro einzustellen, jedoch keine Mehrheit.

„Dann die Überraschung. Der SPD fiel auf, dass sie ja 2021 im Wahlkampf versprochen hatte, etwas für unsere Jugendlichen zu tun. Nun stand wieder ein Wahlkampf vor der Tür und da war der mehrfach abgelehnte Antrag der Grünen. Diesen könnte man doch einfach übernehmen und als eigenen Antrag vermarkten”, so die Darstellung von Dalig. Dieser widerspricht Ortsbürgermeister Thomas Silbermann (SPD). „Wir haben das Vorhaben des Jugendparlaments immer positiv begleitet”. Allerdings galt es eine Reihe von Detailfragen zu klären, wie etwa den Standort, Steinhude oder Wunstorf, sowie Umfang der Anlage und die Kosten. „Das ist eben erst jetzt alles abschließend geklärt”, so Silbermann.

Standortsuche verzögert Umsetzung

Dass es einen längeren Abstimmungsprozess über geeignete Standorte gab, bestreitet auch Dalig nicht. Verschiedene Vorschläge wurden geprüft und wieder verworfen. Parallel wurde die ursprüngliche Idee einer reinen Calisthenics-Anlage zu einer umfassenderen Parcoursanlage erweitert, was die kalkulierten Kosten auf rund 250.000 Euro steigen ließ, was auf mehrheitliche Ablehnung in den Gremien stieß. So viel Geld wollte man nicht ausgeben. Durch Fördermittel könnte die tatsächliche Belastung für die Stadt jedoch deutlich geringer ausfallen. Nachdem zunächst aber kein endgültig geeigneter Standort feststand, wurde in Gesprächen mit Beteiligten schließlich eine alternative Fläche am Hanisch-Kreisel gefunden. Dieser Standort wurde im Bauausschuss bestätigt, musste jedoch erneut dem Ortsrat vorgelegt werden. Am 3. Juni stimmte der Ortsrat dem Vorschlag schließlich zu. Die Verwaltung hatte den Förderantrag zu diesem Zeitpunkt bereits eingereicht, so dass die Planung nun beginnen kann.

Diskussion um Formalien

Die Grünen sehen in der Entscheidung einen Erfolg nach langem politischen Einsatz und Ringen. Gleichzeitig wird deutlich, wie komplex kommunale Entscheidungsprozesse sein können. Tatsächlich hatten sich die Grünen im Ortsrat aber nicht zu Wort gemeldet. Hier lieferten sich SPD und CDU eine Diskussion über Formalien. So hätte sich die CDU-Fraktion eine aktualisierte Vorlage gewünscht, um die Änderungen - hier der neue Standort - nachvollziehen zu können. Die SPD verwies auf Protokolle entsprechender Sitzungen, die man einsehen könne. Das wies die Gegenseite wiederum als unzumutbar zurück. Es blieb beim Austausch der gegensätzlichen Ansichten. Das Vorhaben an sich wollte dann niemand mehr ausbremsen. Die Stadtverwaltung wies darauf hin, dass eine Förderung in Höhe von 150.000 Euro über das Leader-Programm bis zum Ende des Monats realisiert werden könne.

Aus den Reihen der SPD wurde zudem angeregt, den Nahverkehrsplan zu aktualisieren, um die mittlerweile umfangreichen Freizeitanlagen an der Emanuel-Grund-Straße auch über das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel erreichbar zu machen.


André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)
Freiberuflicher Journalist
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