Salz, Stunden, Strecken | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Salz, Stunden, Strecken

Nachgelagert: Der Winterdienst in den Nebenstraßen. (Foto: tau)
Nachgelagert: Der Winterdienst in den Nebenstraßen. (Foto: tau)
Nachgelagert: Der Winterdienst in den Nebenstraßen. (Foto: tau)
Nachgelagert: Der Winterdienst in den Nebenstraßen. (Foto: tau)
Nachgelagert: Der Winterdienst in den Nebenstraßen. (Foto: tau)

Der Winterdienst in Wunstorf hat in dieser Saison deutliche Spuren hinterlassen – sowohl auf den Straßen als auch finanziell. Stadtbaurat Alexander Wollny hat am Donnerstagabend im Bauausschuss die Bilanz vorgestellt und damit aufgezeigt, wie umfangreich die Einsätze in diesem Winter gewesen sind. Insgesamt sind demnach rund 4660 Arbeitsstunden geleistet worden. Hinzu kommen 3329 Maschinenstunden. Dabei haben die Mitarbeiter bei ihren Einsätzen 563 Überstunden angesammelt. Allein die Personalkosten summieren sich somit auf rund 190.000 Euro, so Wollny. Insgesamt neun Räumfahrzeuge waren im Einsatz, um die Straßen im Stadtgebiet möglichst sicher zu halten.

Die Einsatzkräfte hatten dabei viel Strecke zu bewältigen. Gereinigt wurden 336 Kilometer kommunale Straßen sowie 60 Kilometer klassifizierte Straßen – jeweils inklusive Hin- und Rückweg. Entsprechend hoch war der Bedarf an Streusalz. Eine Tonne Salz reicht für etwa 6,5 Kilometer. Für einen kompletten Umlauf durch das gesamte Einsatzgebiet werden damit rund 61 Tonnen benoötigt. Schon ein einziger Durchgang verursacht nach Beispielrechnung somit Materialkosten von etwa 20.000 Euro. Besonders ins Gewicht gefallen sind die schwankenden Salzpreise. Während eine Tonne bei normaler Nachfrage bei 88 Euro liegt, kann der Preis bei hoher Nachfrage auf bis zu 325 Euro steigen. Insgesamt hat die Stadt in diesem Winter rund 56.000 Euro für Streusalz ausgegeben. Auf Nachfrage erklärte Wollny, dass größere Vorräte nicht sinnvoll seien. Streusalz könne nicht lange gelagert werden, so dass die Stadt es immer bedarfsorientiert beschaffe, auch wenn Preise kurzfristig steigen.

Am Ende belaufen sich die Gesamtkosten für den Winterdienst in Wunstorf auf rund 400.000 Euro, ein Ergebnis, das zeigt, wie aufwendig die Sicherung der Verkehrssicherheit in der kalten Jahreszeit ist. Das dürfte aber noch nicht das Ende der Fahnenstange sein, da nach dem Tauwetter auf den Straßen nun an vielen Stellen Schäden wie Schlaglöcher sichtbar werden. Das dürfte die Reparaturteams im Frühjahr sicherlich mehr als sonst beschäftigen.


André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)
Freiberuflicher Journalist
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