In Niedersachsen sind zum Jahresende 2024 insgesamt 345.415 Personen als Schutzsuchende im Ausländerzentralregister erfasst. Das entspricht einem Anteil von 4,3 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Die Zahl ist gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent gestiegen. Die größte Gruppe stellen weiterhin Schutzsuchende aus der Ukraine. Mit 103.465 Personen (30 Prozent) bleibt das Land wie schon 2023 an der Spitze. Die Zahl ist um 3,5 Prozent gestiegen. Auf Platz zwei folgt Syrien mit 79.195 Schutzsuchenden, ein Plus von 1,4 Prozent. Den stärksten Zuwachs verzeichnet Kolumbien: Hier stieg die Zahl um 37,5 Prozent auf 7.060 Personen.
Insgesamt sind 53,8 Prozent der Schutzsuchenden männlich. Bei den aus der Ukraine stammenden Personen überwiegt jedoch der Frauenanteil mit 59,6 Prozent. Über zwei Drittel (71,1 Prozent) der Schutzsuchenden sind zwischen 15 und 65 Jahre alt. Nur 5,5 Prozent sind älter als 65 Jahre. Die meisten Schutzsuchenden leben in der Region Hannover (67.370), gefolgt vom Landkreis Hildesheim (12.510) und dem Emsland (12.230). Die höchsten Anteile an der Gesamtbevölkerung weisen Salzgitter (7,7 Prozent), Delmenhorst (6,1 Prozent) und Wilhelmshaven (6,0 Prozent) auf.