Suchergebnisse (Wasser) | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Der Zustand von Flüssen wird deutschlandweit regelmäßig untersucht, kleinere Gewässer und Bäche sind dagegen weitgehend unerforscht. (Foto: ste)

Starke lokale Partner rufen zur Teilnahme an ARD-Mitmachaktion auf

Die ARD-Mitmachaktion #unsereFlüsse wird lokal unterstützt von drei starken Partnern, dem Schaumburger Wochenblatt, dem NABU Rinteln und der IGS Rinteln. Gemeinsam wird dazu aufgerufen, den Zustand der kleinen Bäche in unserem Landkreis zu ergründen und die Erkenntnisse der ARD mitzuteilen, damit daraus Schlüsse über den ökologischen Zustand der Bäche zu erlangen. Deutschlands große Flüsse werden regelmäßig untersucht, aber wie geht es den kleinen Bächen, fragte sich Tagesthemen Moderatorin Jessy Wellmer. Wie gesund ist das Flüsschen hinterm Haus, der Zufluss zwischen Wiesen und Feldern, das Bächlein im Wald? Denn darüber, so die Erkenntnis von Wellmer, wisse man nur wenig. Der ökologische Zustand unserer Bäche wird nur selten erfasst, obwohl sie rund 70 Prozent unserer 500.000 km Fließgewässer ausmachen. Deshalb rief sie in der ARD zur Mitmachaktion #unsereFlüsse auf und viele Einsendungen über den Zustand der kleinen Gewässer sind mittlerweile bereits bei der ARD eingetroffen. Die Aktion soll helfen, Wissenslücken weiter zu schließen. Hierfür hat die ARD zusammen mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) einen einfachen Fragebogen entwickelt, den man bequem am Ufer auf seinem Handy ausfüllen kann. Bundesweit können Menschen ihre Bäche selbst begutachten, Fotos machen und auf http://DasErste.de/unsereFluesse hochladen. Auf dieser Seite werden alle Bach-Begutachtungen in einer Deutschlandkarte veröffentlicht. Anhand der Angaben bewerten Biologinnen und Fließgewässerökologen des UFZ, wie natürlich der Bach ist. Hintergrund ist ein weltweites Artensterben, das Biologinnen und Biologen auch in deutschen Bächen vermuten. Das Schaumburger Wochenblatt unterstützt die Aktion und holte sich dazu in Rinteln mit dem NABU und der IGS weitere Partner mit ins Boot. Von Haus aus ist der NABU interessiert an einem Zustandsbericht ökologischer Systeme und in der IGS hat Schulleiter Torsten Rudolf mit Macide Bork eine engagierte Biologielehrerin, die auch in der Aquaristik-AG zusammen mit Steffen Rothe von WBA-Aquaristik (im Hause ZooZ) aktiv ist. Ihr Ziel ist mittelfristig ein Becken mit heimischen Arten zu bestücken und auch dazu wäre eine Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an der Aktion #unsereFlüsse von großem Wert. Und Mitmachen ist ganz einfach: Auf der Seite www.swr.de/home/unsere-fluesse-formular-100.html gelangt man zum Fragebogen und kann dort alle Teilnahmebedingungen leicht erkennen. Auch Fotos können dort hochgeladen werden.
Altes Leben vergeht, neues entsteht. Der Borkenkäfer hat in den letzten Dürrejahren reichlich Schäden in Fichtenbeständen angerichtet.  (Foto: ste)

Für einige Bäume kommt jede Hilfe zu spät

Alexander Ahrenhold ist Regionalpressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten und somit auch zuständig für das Forstamt Hess. Oldendorf, zu dem auch Flächen im Landkreis Schaumburg gehören: „Von Rinteln bis Hess. Oldendorf, von Stadthagen bis zum Wilmeröderberg!“ Unsere Zeitung wollte von ihm wissen, ob sich die Bäume im Wald nach fast sechs Jahren Dürre wieder regenerieren können und ob sich das viele Wasser, dass in diesem Winter durch Regen den Waldboden sättigte, positiv auf geschädigte Bäume auswirkt. Aufmerksam auf das Thema machten die Niedersächsischen Landesforsten, die in einer Pressemeldung optimistisch in das Jahr 2024 blicken: „Derzeit sind die Bodenwasserspeicher so weit gefüllt, wie sie es seit dem Winter 2017/2018 nicht mehr waren“, erklärte in dieser Meldung Dr. Klaus Merker als Präsident der Niedersächsischen Landesforsten. „Stellt man sich den Wald als Schwamm vor, ist dieser derzeit maximal vollgesogen. Der viele Regen hat die fehlenden Wasserreserven wieder aufgefüllt, die der Wald in den letzten Dürresommern dringend gebraucht hätte“, stellte Merker fest. Einerseits stimmt das viele Wasser die Försterinnen und Förster optimistisch – waren doch die Folgen der vergangenen Dürresommer für den Wald vor allem deswegen so gravierend, weil die Böden bereits zu Beginn des Frühjahrs trocken waren – anderseits bereiten die aufgeweichten Böden aber auch Probleme, besonders bei den notwendigen Fällarbeiten und beim Abtransport.
(v.l.n.r.) Bürgermeister Oliver Theiß, Dirk Rabeneck, Michael Sukoll, Anja Steffen-Ohme (Stadtwerke Schaumburg-Lippe), Rudi Kuppe (Wasserwerk Wendthagen-Ehlen) vor dem Silo -15 Meter hoch, 3,2 Meter Durchmesser.  (Foto: ab)

Weithin sichtbar – neuer Kalksilo am Wasserwerk Wendthagen-Ehlen

Mit dem Appell schloss der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Stadtwerke Schaumburg-Lippe, Bürgermeister Oliver Theiß, das Pressegespräch im Wasserwerk Stadthagen im Ortsteil Wendthagen-Ehlen. Etwa 300.000 Euro investierte der große Schaumburger Wasserversorger Stadtwerke in eine neue Kalklöschanlage mit einem schon von Weitem sichtbaren Siloturm. Wassermeister Rudi Kuppe erklärte die Notwendigkeit, weil für die Aufarbeitung des geförderten Wassers eine andere Kalkart genutzt werde. Im Wasserwerk werden etwa 360 Tonnen Kalk pro Jahr benötigt, um das Trinkwasser für die Kreisstadt auf die gewünschte mittlere Härte zu bringen sowie unerwünschtes Eisen und weitere Stoffe auszufiltern. Der Wechsel zu einem anderen Kalklieferanten war notwendig geworden, um eine größere Unabhängigkeit von Lieferanten zu erhalten. Außerdem biete der neue Kalk eine Anpassung an den heutigen Stand der Technik. Kernstück der Investition ist das neue Kalksilo mit einem Fassungsvermögen von 80 Tonnen Kalk. Neben dem strahlendweißen Blickfang von 15 Metern Höhe und einem Durchmesser von über drei Metern, wurde im Wasserwerk die zur Aufbereitung erforderliche Technik erneuert. Geschäftsführer Dirk Rabeneck, der technische Leiter Michael Sukoll, Wassermeister Rudi Kuppe und Oliver Theiß gaben Einblicke in die Aufgaben der Stadtwerke Schaumburg-Lippe bei der Versorgung von über 22.000 Wasserhausanschlüssen in Schaumburg. Über ein Leitungsnetz von ungefähr 550 Kilometern liefert der Versorger etwa vier Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr an seine Kunden.
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