Der On-Demand-Fahrdienst sprinti wächst weiter und passt seine Nutzungsregeln an, um das Angebot verlässlicher und effizienter zu machen. In den vergangenen Monaten hatte das Angebot ein deutliches Fahrgastwachstum verzeichnet. Inzwischen wurde ein Meilenstein erreicht: Seit dem Start im Jahr 2021 nutzten mehr als 4.500.000 Fahrgäste den Dienst. Für den Betreiber ist das ein Zeichen für das Vertrauen in das flexible Mobilitätsangebot. Mit den steigenden Nutzungszahlen wächst auch die Herausforderung, die Kapazitäten optimal einzusetzen. Nach Angaben des Unternehmens werden derzeit rund 14 Prozent aller gebuchten Fahrten storniert. Darunter fallen allerdings auch unproblematische Fälle, etwa das rechtzeitige Abbestellen einzelner Fahrten aus Serienbuchungen von Pendlern.
Diese frühzeitigen Stornierungen wirken sich laut Anbieter nicht negativ auf den Service aus. Problematisch seien hingegen kurzfristige Absagen und sogenannte No-Shows, also Fahrgäste, die gebuchte Fahrten nicht antreten. Konkrete Zahlen dazu, wie viele Beförderungswünsche dadurch nicht erfüllt werden konnten, liegen jedoch nicht vor. Ziel der neuen Regelung ist es daher, den Umgang mit gebuchten Fahrten verantwortungsvoller zu gestalten. Gleichzeitig soll der Dispositions-Algorithmus künftig effizienter planen können, was letztlich allen Fahrgästen zugutekommen soll. Seit dem 9. Juni gelten aktualisierte Allgemeine Geschäftsbedingungen. Im Kern geht es dabei um kurzfristige Stornierungen. Konkret gilt: Wer innerhalb von zwei Monaten mehr als sechsmal eine Fahrt weniger als 30 Minuten vor Fahrtbeginn storniert oder nicht erscheint, muss mit Konsequenzen rechnen. Bereits nach drei Vorfällen erfolgt eine Warnung. Bei weiteren Verstößen wird das Nutzerkonto für eine Woche gesperrt. Wichtig für Nutzer: Stornierungen, die mehr als 30 Minuten vor Fahrtantritt erfolgen, bleiben weiterhin ohne Folgen. Sie werden nicht als Verstoß gewertet.
Eine Auswertung des Nutzungsverhaltens nach einzelnen Kommunen veröffentlicht das Unternehmen nicht. Stattdessen erfolgt die Analyse über das gesamte Bediengebiet. Auf dieser Grundlage wird das Angebot weiterentwickelt und optimiert. Um Probleme bei Anschlussfahrten zu vermeiden, empfiehlt der Anbieter, komplette Wege über die sprinti-App zu buchen. Kommt es zu Verspätungen wegen einer vorhergehenden Fahrt, können Nutzer dies dort direkt melden und eine neue Fahrt buchen, ohne dass dies als kurzfristige Stornierung zählt. Das Unternehmen betont, dass unvorhersehbare Situationen im Alltag immer wieder vorkommen können. Dennoch werden Fahrgäste gebeten, Fahrten möglichst frühzeitig abzusagen, damit freie Plätze anderen Nutzern zur Verfügung gestellt werden können.
Weitere Informationen zu den neuen Regelungen sind unter AGB sprinti ansehen abrufbar.