Finia Osterholz hat die Elternzeitvertretung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt übernommen. Im Vorfeld der Kommunalwahl am 13. September ruft sie die Bürger dazu auf, sich über Programme und Ziele der Parteien zu informieren und ihr Wahlrecht wahrzunehmen. Die 25-Jährige hat eine Ausbildung als Bachelor mit den Schwerpunkten Politik und Sozialwissenschaften. Zu den Kommunalwahlen am 13. September lädt sie alle Wahlberechtigten ein, sich vor der Wahl über die Programme und Ziele der Parteien und Kandidierenden zu informieren und von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. „Kommunalpolitik prägt viele Bereiche unseres täglichen Lebens. Entscheidungen vor Ort wirken sich unter anderem auf Kinderbetreuung, Mobilität, Wohnraum, Pflegeangebote und die Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe aus. Deshalb lohnt es sich, die unterschiedlichen politischen Konzepte miteinander zu vergleichen“, sagte Osterholz.
Ein Aspekt, auf den bei der Wahlentscheidung ein Blick geworfen werden kann, ist die Frage, wie die Parteien Themen der Gleichstellung und Teilhabe aufgreifen. Sie betreffen nicht nur Frauen, sondern die Lebensqualität und Chancengerechtigkeit aller Menschen in Wunstorf. „Dazu gehören beispielsweise Fragen der Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege, der Schutz vor Gewalt, die Beteiligung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen an politischen Entscheidungen oder eine Stadtentwicklung, die die Bedürfnisse aller Generationen berücksichtigt“, fährt die Gleichstellungsbeauftragte fort. Vor diesem Hintergrund haben der Landesfrauenrat Niedersachsen und die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl 2026 entwickelt. Das sind Fragen oder Forderungen, die Verbände, Vereine, Initiativen oder andere gesellschaftliche Gruppen vor einer Wahl an Parteien und Kandidierende richten. Ziel sei es, deren Positionen zu wichtigen Themen transparent zu machen und Wählerinnen und Wählern einen Vergleich der politischen Standpunkte zu ermöglichen.
„Eine lebendige Demokratie lebt von informierten Entscheidungen. Wer wählen geht, gestaltet die Zukunft unserer Stadt aktiv mit und setzt mit seiner Stimme Schwerpunkte für die kommenden Jahre“, berichtet die Gleichstellungsbeauftragte. Sie ermutigt daher alle Wunstorferinnen und Wunstorfer, die Zeit bis zur Wahl zu nutzen, sich zu informieren, Positionen zu vergleichen und am Wahltag ihre Stimme abzugeben.