Ein trockenes Frühjahr, ein heißer Sommer, das Engagement des Vereins zum Erhalt des Steinhuder Meeres (VESM) und die Veröffentlichung des zweiten Teils des Seeentwicklungsplans zeigen Wirkung. Ab dem 19. Oktober wird wieder entschlammt am Steinhuder Meer.
In Diskussionsrunden und politischen Veranstaltungen wurde immer wieder über die Verschlammung des Steinhuder Meeres diskutiert. Messungen des VESM führten drastisch das Ausmaß der Verschlammung vor Augen. Im Juli wurde dann der zweite Teil des Seeentwicklungsplans als strategischer Leitfaden veröffentlicht. Eines der skizzierten Kernziele ist ein systematisches Schlammmanagement. Dies beinhaltet nicht nur die jährliche Entschlammung des Meeres in einer Größenordnung von bis zu 64.000 Kubikmetern, sondern auch eine verlässliche Systematik zur Lagerung des Schlamms auf den dafür vorgesehenen Polderflächen.
Ab dem 19. Oktober soll am Südufer des Steinhuder Meeres entschlammt werden, so die Auskunft des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küstenschutz und Naturschutz (NLWKN). Entschlammt werden die Hafenbereiche östlich der Badeinsel in einem Volumen von ungefähr 40.000 Kubikmetern. Zur Vorbereitung wurden in den vergangenen Tagen Seeleitungen verlegt. Sie verlaufen östlich der Fahrrinne der Badeinsel durch den Großheidorngraben bis zum Polder. Die Zugänge zu den Krananlagen sind über drei markierte Überfahrten weiterhin möglich. Über die Wettvereinigung wurde die Lage der Leitungsquerungen entsprechend bekanntgegeben. Das NLKWN bittet darum, dass auch nur diese Querungen benutzt werden.
Die Planung begann nach Auskunft des NLWKN bereits im September. Damals wurde der abgetrocknete Schlamm aus dem Großenheidorner Polder zu Mieten aufgesetzt, um eine Entschlammung in diesem Jahr zu ermöglichen. Nach Abschluss dieser Arbeiten kann die Entschlammung nun beginnen. Der Schlamm kann direkt in den Polder eingespült werden.