Vorsorge für Trockenzeiten | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Vorsorge für Trockenzeiten

Neu Übergabestation zu den Harzwasserwerken in Betrieb genommen (v.li.) Thomas Gerberding, Sebastian Kratz und Lars Priebe.<br> (Foto: privat)
Neu Übergabestation zu den Harzwasserwerken in Betrieb genommen (v.li.) Thomas Gerberding, Sebastian Kratz und Lars Priebe.
(Foto: privat)
Neu Übergabestation zu den Harzwasserwerken in Betrieb genommen (v.li.) Thomas Gerberding, Sebastian Kratz und Lars Priebe.
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Neu Übergabestation zu den Harzwasserwerken in Betrieb genommen (v.li.) Thomas Gerberding, Sebastian Kratz und Lars Priebe.
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Neu Übergabestation zu den Harzwasserwerken in Betrieb genommen (v.li.) Thomas Gerberding, Sebastian Kratz und Lars Priebe.
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Der Wasserverband Garbsen (WVGN) hat in Luthe eine neue Übergabestation zu den Harzwasserwerken GmbH (HWW) in Betrieb genommen. Mit dem Infrastrukturprojekt will der Verband die Versorgungssicherheit in der Region erhöhen. Die Anlage verbindet die Leitungsnetze beider Wasserversorger und ermöglicht bei Bedarf zusätzliche Trinkwasserlieferungen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 400.000 Euro. Ziel ist es, im Bedarfsfall Wasser aus dem Versorgungsnetz der Harzwasserwerke beziehen zu können. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und steigender Verbräuche in Trockenphasen gewinnt die Vernetzung mit benachbarten Wasserversorgern zunehmend an Bedeutung.

Probejahr für flexible Wasserlieferungen

Mit den Harzwasserwerken wurde zunächst ein Probejahr vereinbart. In dieser Zeit sollen unterschiedliche Liefermengen getestet und die technischen sowie betrieblichen Abläufe abgestimmt werden. Langfristig ist ein Wasserlieferungsvertrag vorgesehen. Die regelmäßig bezogene Wassermenge soll vergleichsweise gering ausfallen. Aufgrund der beiden eigenen Wasserwerke des WVGN würde sie lediglich rund fünf Prozent der jährlichen Wassermenge des Verbandes ausmachen. Die Einspeisemenge kann jedoch jederzeit an den Bedarf angepasst werden. Dies könnte insbesondere bei saisonalen Spitzenlasten, größeren Baustellen oder anderen außergewöhnlichen Versorgungssituationen erforderlich werden.

Regionale Zusammenarbeit

„Eine sichere Trinkwasserversorgung ist eine gemeinsame regionale Aufgabe. Unser leistungsfähiges Verbundsystem schafft zusätzliche Sicherheit und ermöglicht es, Wasser dort bereitzustellen, wo es bei Bedarf benötigt wird. Die neue Verbindung mit dem WVGN ist dafür ein gutes Beispiel“, sagt Vertriebsleiter Thomas Gerberding von den Harzwasserwerken. Auch beim WVGN wird die neue Anlage als wichtiger Baustein für die künftige Wasserversorgung bewertet. „Investitionen in Anlagen zur Sicherung zusätzlicher Einspeisemöglichkeiten sind zentrale Aufgaben für die Wasserversorgung im Rahmen des Klimawandels. Neben den zunehmend notwendigen Erhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen sind die Kosten für solche Maßnahmen Gründe für erforderliche Anpassungen des Wasserpreises beim Verband, aber auch in der gesamten Wasserversorgung“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer Sebastian Kratz.

Daten und Fakten

  • Bauvorhaben: Übergabestation zur Transportleitung der Harzwasserwerke GmbH
  • Investitionsvolumen: rund 400.000 Euro
  • Geplante Liefermenge: bis zu 300.000 Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr
  • Nutzung: bedarfsgerechte Einspeisung in das WVGN-Versorgungsnetz
  • Ziel: Erhöhung der Versorgungssicherheit und Stärkung der Resilienz der Trinkwasserversorgung


André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)
Freiberuflicher Journalist
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