Ihr Modell überzeugte eine Jury aus Vertretern der Kirchengemeinde und der Hochschule, die aus mehreren Vorschlägen und Konzepten von fünf Studenten eine Auswahl treffen musste. „Das war nicht leicht”, sagt Pastorin Pabst. Am Ende gab das Bauchgefühl den Ausschlag. Die Taufkanne besteht aus den Materialien Messing und Kupfer. Beim Griff kam rostfreier Stahl zum Einsatz.
Denise Mitschke ließ sich bei ihrem Entwurf vom Altarbehang (Antipendium) in der Bokeloher Kirche inspirieren. Dieser stammt aus den 1960er Jahren und zeigt archaische Gefäße. Diese Formen nahm Mitschke in ihrem Taufkannenentwurf auf und kombinierte den bauchigen Korpus mit einem Fischsymbol als Griff. Damit gelang ihr die Geschichte der Gemeinde zu zitieren und in das Formempfinden der heutigen Zeit zu übertragen, so die Meinung der Jury.
Die neue Taufkanne ersetzt damit das bisherige Gefäß, eine Thermoskanne. Die Kooperation mit der Hildesheimer Hochschule trägt aber noch weitere Früchte. So hat der Student und Kunstschmied David Müller einen Osterkerzenleuchter angefertigt, der in der Osternacht 2014 bereits zur Geltung kam. Die Schüler der Hochschule sollen im Rahmen ihres Studiums mindestens einmal ein sakrales Thema aufnehmen und bearbeiten. Die Kooperation mit der Bokeloher Kirchengemeinde bot dabei eine idealen Anknüpfungspunkt. Die Landeskirche beteiligte sich mit anteilig an den Kosten. Foto: tau