Bedeutung gestiegen | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Bedeutung gestiegen

Das Endprodukt: Klärschlamm. (Foto: tau)
Das Endprodukt: Klärschlamm. (Foto: tau)
Das Endprodukt: Klärschlamm. (Foto: tau)
Das Endprodukt: Klärschlamm. (Foto: tau)
Das Endprodukt: Klärschlamm. (Foto: tau)

Die Menge an Klärschlammtrockenmasse aus kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen in Niedersachsen hat im Jahr 2024 um 6,1 Prozent zugenommen. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) wurden rund 166.100 Tonnen direkt und ohne Zwischenlagerung entsorgt. Von der gesamten Menge wurden 70.100 Tonnen stofflich verwertet und dem Boden zugeführt. Den größten Anteil übernahm die Landwirtschaft mit 45.100 Tonnen – ein Rückgang um 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Weitere 24.100 Tonnen gingen in Vererdung und Kompostierung, knapp 900 Tonnen wurden für landschaftsbauliche Maßnahmen genutzt.

Die thermische Behandlung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglicht die Rückgewinnung von Phosphor und die Nutzung als Energiequelle. 2024 wurden 88.100 Tonnen thermisch verwertet, das entspricht einem Anteil von 53 Prozent an der Gesamtmenge. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 48 Prozent. Besonders stark stieg die Menge in Klärschlammverbrennungsanlagen: von 22.000 Tonnen im Jahr 2023 auf 41.900 Tonnen. Kohlekraftwerke, Abfallverbrennungsanlagen, Zementwerke und andere Anlagen setzten 41.400 Tonnen Klärschlamm als Energieträger ein. Das bedeutet einen Rückgang um 19,8 Prozent gegenüber 2023. Den größten Anteil hatten Abfallverbrennungsanlagen mit 19.400 Tonnen. Für 7.900 Tonnen (4,8 Prozent) ist die Entsorgungsart nicht bekannt.


André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)
Freiberuflicher Journalist
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