Die erste MitMachZeit des AthletikSportVereins Wunstorf hat viele Kinder und Jugendliche begeistert. In der Kolenfelder Turnhalle verbanden sich demokratische Entscheidungsprozesse mit Bewegung, Spiel und kreativem Miteinander. Der Nachmittag begann mit einer offenen Freispielzeit, in der die Kinder die Halle erkundeten und sich frei bewegen konnten. Anschließend setzten sich alle im Bänkekreis zusammen. Dort begrüßten Jessika Dziony-Sommerhage und Josy Kosanke die Gruppe und erarbeiteten gemeinsam Regeln und Ziele der MitMachZeit. So wurden Respekt, Zuhören und Beteiligung von Beginn an erlebbar.
Die erste gemeinsame Entscheidung ließ nicht lange auf sich warten: Welches Warm-up-Spiel sollte gespielt werden? Drei Vorschläge standen zur Auswahl. Mit roten und grünen Karten stimmten die Kinder ab. Das Spiel „Der Löwe ist los“ erhielt die meisten Stimmen. Die Auswertung hielten die Organisatorinnen gut sichtbar auf einem Whiteboard fest, um den Entscheidungsprozess transparent zu machen. Nach einem Kooperationsspiel sammelten die Kinder eigene Ideen für den weiteren Verlauf des Nachmittags. Vier Vorschläge entstanden: Häuserbauen aus Turngeräten, Turnen an Ringen, Turnen am Tuch sowie Fahren mit Rollbrettern. Mit grünen und gelben Smileys markierten die Teilnehmer ihre Favoriten und weitere interessante Angebote.
Das Ergebnis zeigte eine klare Tendenz: Am beliebtesten war das Bauen von Häusern aus Turngeräten, gefolgt vom Tuch- und Ringturnen. Die Rollbretter sollten als „Autos“ in die gebauten Spielwelten integriert werden. Gemeinsam fand die Gruppe einen Kompromiss: Eine Hallenhälfte wurde zu einer fantasievollen Bewegungslandschaft, die andere bot Raum für Tuch- und Ringturnen. So konnten Wartezeiten vermieden und alle Wünsche berücksichtigt werden.
Zum Abschluss kamen alle erneut zu einer Reflexionsrunde zusammen. Mit roten, gelben und grünen Smileys bewerteten die Kinder den Nachmittag und gaben Rückmeldungen dazu, was ihnen besonders gut gefallen hatte und welche Wünsche sie für die nächste MitMachZeit hatten. Diese Anregungen flossen direkt in die weitere Planung ein. Der Auftakt zeigte eindrucksvoll, wie demokratische Prozesse, Bewegung und Spaß im Vereinsleben miteinander verbunden werden können. Das Angebot ist offen und setzt keine Vereinsmitgliedschaft voraus. „Wir wollen mit dem Projekt die Chance nutzen, bereits bei den Kindern anzufangen, demokratisches Handeln und ethische Grundsätze zu festigen, um in unserer Gesellschaft etwas bewegen und ändern zu können”, sagt Jessika Dziony-Sommerhage.
Der Kinder- und Jugendtreff soll künftig in der Regel am letzten Samstag im Monat stattfinden. Die nächste MitMachZeit ist aber schon am 14. Februar von 16.30 bis 17.30 Uhr in der Kolenfelder Turnhalle geplant.