Engagement für eine Zukunft des Steinhuder Meeres | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Engagement für eine Zukunft des Steinhuder Meeres

War ein voller Erfolg: Podiumsdiskussion am 9. Oktober mit Burkhard Kaysyer (v.li.), Carsten Piellusch, Mark Herrmann, Thomas Beuster, Dr. Conrad Ludewig und Dr. Melanie Hartwich. (Foto: wb)
War ein voller Erfolg: Podiumsdiskussion am 9. Oktober mit Burkhard Kaysyer (v.li.), Carsten Piellusch, Mark Herrmann, Thomas Beuster, Dr. Conrad Ludewig und Dr. Melanie Hartwich. (Foto: wb)
War ein voller Erfolg: Podiumsdiskussion am 9. Oktober mit Burkhard Kaysyer (v.li.), Carsten Piellusch, Mark Herrmann, Thomas Beuster, Dr. Conrad Ludewig und Dr. Melanie Hartwich. (Foto: wb)
War ein voller Erfolg: Podiumsdiskussion am 9. Oktober mit Burkhard Kaysyer (v.li.), Carsten Piellusch, Mark Herrmann, Thomas Beuster, Dr. Conrad Ludewig und Dr. Melanie Hartwich. (Foto: wb)
War ein voller Erfolg: Podiumsdiskussion am 9. Oktober mit Burkhard Kaysyer (v.li.), Carsten Piellusch, Mark Herrmann, Thomas Beuster, Dr. Conrad Ludewig und Dr. Melanie Hartwich. (Foto: wb)

Seit seiner Gründung kämpft der Verein zum Erhalt des Steinhuder Meeres e.V. (VESM) um die Entschlammung der Deipen. Am 9. Oktober fand in Steinhude eine entsprechende öffentliche Diskussion statt. Auch für 2026 plant der Verein wieder einige Aktionen.

Aktuelle Lage

Wie Wilhelm Bredthauer, 2. Vorsitzender des VESM, auf Nachfrage berichtet, ist die aktuelle Lage unverändert schlecht am Steinhuder Meer. „Der Wasserstand ist für Dezember extrem niedrig“, so Bredthauer. Unverändert liegt der Schlamm im Uferbereich des Hafenstraße frei. Daher bleibt der VESM nach wie vor bei seiner Forderung, die Deipen zur Wiederherstellung der ursprünglichen Strömung frei zu legen. Eine Maßnahme, die zeitnah durchzuführen ist, so Bredthauer. Ansonsten befürchtet man, dass das Meer von der Mitte aus verlandet. Die Folgen für Strömung und Ablagerungen wären dann kaum kalkulierbar.

Zukunft und Erwartungen

Das Meer hätte eine Zukunft, wenn man die Antwort auf eine einzige Frage finden und beachten würde: Warum hat das Steinhuder Meer als einziger eiszeitlicher See sich bis heute erhalten? „Der Besitzer des Meeres muss sich seiner Verantwortung bewusst sein und rasch handeln“, fordert Bredthauer. Von der Stadt, erwartet der Verein politische und verwaltungstechnische Unterstützung bei allen Erhaltungsmaßnahmen. Vom Land als Eigentümer des Meeres wird eine zeitnahe Entschlammung der Deipen sowie eine Sicherung der Zugänglichkeit der Stege erwartet. Von der Region Hannover erwartet man eine Kooperation im Hinblick auf mögliche Lagerstätten. Der Verein selber schlägt eine kleine Fläche im Schneerener Moor vor. Sie soll zunächst bis circa einem Meter mit Schlamm befüllt werden, auf dem sich nach einigen Jahren des Vegetationswachstums auch Moorpflanzen ansiedeln lassen. „Man betrachte einmal die Wiesen östlich der Straße Ostenmeer, oder das Gebiet des Hagenburger Moores“, so Bredthauer erläuternd.

Strömungsgutachten

Seit Jahren fordert der Verein ein Strömungsgutachten. Damit möchte man verdeutlichen, dass die jetzige Strömung mit der Rückströmung über die Uferbereiche dort zu einer verstärkten Verschlammung führt. „Für die Erstellung eines Gutachtens sollten die Beobachtungen der Fischer, Personenschiffer und Wassersportler hauptsächlich verwendet werden“, fordert Bredthauer.

Ausblick

Zu den Reaktionen der Behörden auf die Podiumsdiskussion im Oktober 2025 plant der Verein eine öffentliche Veranstaltung am 5. Februar um 18 Uhr im Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirche. Im Frühjahr will der Verein einige Tiefenmessungen zur Dokumentation der Schlammbewegungen und des Schlammzuwachses in den letzten Jahren durchführen. Mit wissenschaftlichen Gutachten soll belegt werden, dass auf eingelagerter Mudde unter entsprechenden Bedingungen nach einigen Jahren Torfmoose wachsen. Mit Untersuchungen zum Wasserhaushalt des Meeres will man die Behauptung widerlegen, dass es sich auch heute noch wesentlich aus Grundwasser speist. Insgesamt will der Verein stärker an die Öffentlichkeit treten, um auf die aktuelle Problematik aufmerksam zu machen und den eigenen Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen.

Meldung. (Foto: privat)

Poldererweiterung und Entschlammung: Aktuelle Planungen

Seit Jahren entwickelt sich der Schlamm im Steinhuder Meer zu einem Problem. Um die touristische Nutzung des größten Binnensees Niedersachsens aufrechtzuerhalten, muss regelmäßig entschlammt werden. Ein Problem ist allerdings die anschließende Lagerung.

Verena Walter-Bockhorn (wb)
Verena Walter-Bockhorn (wb)
Freie Journalistin
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