Solch ein großes Polizeiaufgebot ist im Stadtgebiet eine Seltenheit: Dutzende Mannschaftswagen standen am Dienstagvormittag auf dem Gelände des ehemaligen Hallenbades an der Bunsenstraße in Neustadt. Dabei war der Standort lediglich ein Zwischenstopp: Die zahlreichen Beamten waren an einer Suchaktion nahe des Fliegerhorstes beteiligt und brachen zeitversetzt Richtung Einsatzgebiet auf. In einem bewaldeten Gelände östlich des Steinhuder Meeres und nördlich von Großenheidorn wurden am Montagnachmittag Teile einer Drohne gefunden. „Nach ersten Erkenntnissen ist sie abgestürzt“, schreibt eine Sprecherin des Landeskriminalamtes (LKA). Für den sich daraus
ergebenen „gefahrenabwehrrechtlichen Vorgang“ fand im Fundbereich eine Absuche mit Hilfe der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen statt. Das Ziel ist, „weitere, zur Drohne gehörige Teile aufzufinden sowie möglicherweise Hinweise auf den Eigentümer beziehungsweise Drohnenpiloten
zu erlangen“, so die Sprecherin weiter. Bevor die Ordnungshüter zu Fuß das Gebiet durchkämmten, flogen sie das Areal selbst mit einer Drohne ab. Die Vielzahl an Einsatzkräften begründet sie mit der Größe der abzusuchenden Fläche. Bis Redaktionsschluss gab es keine detaillierten Angaben zur Suche, die laut einer weiteren Sprecherin noch bis Donnerstag anhielt. Erst nach Abschluss der Maßnahmen werde das LKA Genaueres bekanntgeben. Die bereits am Montag gefundenen Teile der abgestürzten Drohne „befinden sich noch in der kriminaltechnischen Untersuchung“, erklärt sie. „Vorsorglich wurde auch das militärische Flugplatzgelände umfassend abgesucht, dort wurde keine Drohne gefunden“, heißt es auf Nachfrage aus dem Einsatzführungskommando der Bundeswehr. Entgegen erster Vermutungen war der Flugbetrieb „zu keiner Zeit eingeschränkt“.