Das neue Sonderlöschfahrzeug (SLF 12-50-12) der Feuerwehr Großenheidorn ist nur 28 Stunden nach seiner offiziellen Übergabe erstmals alarmiert worden. Am Sonntag, 1. November, wurde die Einheit auf Anforderung der Feuerwehr der Samtgemeinde Rodenberg in den Nachbarlandkreis Schaumburg nach Groß Hegesdorf gerufen. Dort war eine Scheune in Brand geraten, in der rund 1.000 Strohballen sowie landwirtschaftliche Maschinen lagerten. Die umfangreichen Löscharbeiten liefen bereits seit Freitagabend. Mehr als 400 Einsatzkräfte waren vor Ort, um den Brand und immer wieder aufflammende Glutnester zu bekämpfen.
Die Aufgabe der Großenheidorner Kameraden bestand darin, die bereits eingesetzten Kräfte gezielt zu unterstützen. Dazu wurde das in der Scheune gelagerte Stroh auf eine angrenzende Fläche transportiert und dort auseinandergezogen. Mit dem neuen Sonderlöschfahrzeug und dem integrierten Cobra ColdCut-Löschsystem konnten verbliebene Glutnester im Stroh gezielt bekämpft werden. Das System arbeitet mit einem Wasserdruck von nahezu 300 Bar. Dadurch dringt das Wasser tief in das Brandgut ein und erreicht auch tiefer liegende Glutnester. Mithilfe einer Wärmebildkamera wurden die betroffenen Bereiche lokalisiert und gezielt abgelöscht.
Bereits nach kurzer Zeit konnte ein deutlicher Löscherfolg verzeichnet werden. Dabei zeigte sich die hohe Wirksamkeit des neuen Systems. Für die Großenheidorner Einsatzkräfte war es ein besonderer erster Einsatz, bei dem die neue Technik unmittelbar unter realen Bedingungen eingesetzt wurde. Der Einsatz zeigte zudem einmal mehr die enge Zusammenarbeit der Feuerwehren über Orts- und Landkreisgrenzen hinweg. Wenn Unterstützung benötigt wird, arbeiten die Wehren Hand in Hand und bringen ihre jeweiligen Fähigkeiten sowie technischen Möglichkeiten ein.