Überraschung zum Jubiläum | Wunstorfer-Stadtanzeiger

18.08.2026 10:00

Überraschung zum Jubiläum

Haben auf dem Findling Platz genommen: Ursula Jungbluth und Frank Löffler. (Foto: tau)
Haben auf dem Findling Platz genommen: Ursula Jungbluth und Frank Löffler. (Foto: tau)
Haben auf dem Findling Platz genommen: Ursula Jungbluth und Frank Löffler. (Foto: tau)
Haben auf dem Findling Platz genommen: Ursula Jungbluth und Frank Löffler. (Foto: tau)
Haben auf dem Findling Platz genommen: Ursula Jungbluth und Frank Löffler. (Foto: tau)

Das vereinseigene Gebäude der Tafel Wunstorf an der Neustädter Straße trägt seit dem Jubiläumsfest zum 20-jährigen Bestehen den Namen von Ursula Jungbluth. Ein Findling mit Namensschild vor dem Haus erinnert an die Mitgründerin des Vereins. Für Jungbluth kam die Ehrung überraschend. „Heute bin ich sprachlos“, sagte sie nach der Enthüllung zum Stadtanzeiger. Seit der Gründung vor 20 Jahren engagiert sie sich beinahe rund um die Uhr ehrenamtlich für die Tafel und gehört auch dem Vorstand des Vereins an. Der Vorsitzende Frank Löffler dankte während der Feier vor allem dem „unglaublichen Team“ der Tafel sowie den zahlreichen Sponsoren. Zu den Unterstützern zählt unter anderem die Sparkasse Hannover, die gemeinsam mit weiteren Förderern einen Beitrag zur Finanzierung des Jubiläumsfestes leistete.

Löffler erinnerte daran, dass bereits die Gründung eines Vereins eine große Herausforderung sei, die eines Tafelvereins jedoch noch mehr. Über Ursula Jungbluth sagte er, sie habe ein Alleinstellungsmerkmal, weil sie seit Beginn außergewöhnlich viel Zeit und Herzblut in die Arbeit der Tafel investiere. Neben Löffler sprachen auch der Bundesvorsitzende der Tafeln, Andreas Steppuhn, Ortsbürgermeister Thomas Silbermann sowie Regina Wegener von Wegeners Hof in Liethe, der die Tafel regelmäßig mit Lebensmitteln unterstützt. Steppuhn bezeichnete Ursula Jungbluth augenzwinkernd als „Mutter der Kompanie“ und Frank Löffler als „kleinen General“. Zugleich wies er auf die gesellschaftliche Bedeutung der Tafeln hin. Rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland seien auf die Unterstützung solcher Einrichtungen angewiesen. Bundesweit gebe es etwa 1000 Tafeln und rund 2000 Ausgabestellen. Mehr als 77.000 Menschen engagierten sich dort, um Armut zu lindern.

Auch in Wunstorf leisten rund 70 Mitarbeiter ihren Beitrag, die meisten davon ehrenamtlich. Steppuhn machte deutlich, dass die Armut weiter zunehme. Die Bekämpfung von Armut sei deshalb eine zentrale politische Aufgabe. „Politik muss handeln“, sagte er. Ortsbürgermeister Thomas Silbermann würdigte die Arbeit der Tafel als wichtigen Beitrag für die Stadt und ihre Gesellschaft. In dem vereinseigenen Gebäude sei eine freundliche Atmosphäre entstanden. Das Haus sei nicht nur Ausgabestelle, sondern auch Kommunikations- und Beratungsort. „Die Tür steht immer offen“, sagte Silbermann. Die Benennung des Hauses nach Ursula Jungbluth sei eine würdige und emotionale Auszeichnung. Regina Wegener betonte, dass die Unterstützung der Tafel für ihre Familie selbstverständlich sei. Ziel sei es, gesunde und frische Lebensmittel aus der Region für die Region bereitzustellen. Zum Jubiläum kündigte sie eine Spende von insgesamt 500 Kilogramm Kartoffeln aus heimischem Anbau an. Die Menge kann von der Tafel je nach Bedarf abgerufen werden.

Laden ein: Ursula Jungbluth und Frank Löffler. (Foto: tau)

20 Jahre Tafel Wunstorf

Die Tafel Wunstorf feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Aus einer kleinen Initiative mit 32 Kunden ist eine wichtige soziale Einrichtung geworden. Zum Jubiläum blicken die Verantwortlichen auf die Anfänge zurück, ziehen Bilanz und richten den Blick auf die Herausforderungen der Zukunft.

André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)
Freiberuflicher Journalist
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